Let's talk guitar

Let's talk guitar

Transkript

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00:00:08: Einen wunderschönen guten Tag für Ihr Zuhörer und Zuhören da draußen.

00:00:11: Und willkommen zu einer weiteren Episode von Let's Talk Guitar, den deutschsprachigen Podcast über die wunderbare Welt der Gitarre und der Musik – und heute wieder versammelt in den heiligen Hallen der Podcastschmiedereien!

00:00:23: Das bin ich, der liebe Justin Hombach und er….

00:00:25: Fabian Ratzack, Servus Justin, servus alles Zuhöhrer da draußen.

00:00:28: Hallo, Servus Fabian.

00:00:31: Wir haben

00:00:31: in der letzten Folge über die Historie und die Geschichte vom Fusion gesprochen.

00:00:37: In der heutigen Folge geht es jetzt darum wie lernt man eigentlich Fusion?

00:00:40: Wie prägt man sich diese Stilistik und diese Art des Improvisierungs an der Gitarre bei?

00:00:45: Und dafür haben wir uns natürlich einen Experten eingeladen aus Wien live mit dazu geschaltet Der gute Rafael Trurillo.

00:00:52: Hallo Rafael!

00:00:53: Hey danke fürs Einladen.

00:00:54: Hey

00:00:54: Rafael, schön dass du

00:00:55: da bist

00:00:56: Sehr, sehr cool.

00:00:57: Wir haben Raphael reingeholt weil Raphael ist nicht nur bekannt als extremer Death Metal-Gitarist sondern halt auch sehr versiert im Jazz und im Fusion oder auch ein Meister da drin eben diese beiden Welten in seiner Musik zu verbinden sei es mit Obsidious seine aktuellen Band oder auch in Solo-Projekten Oder auch in seiner alten Band dessen Namen ich jetzt sicher erwähne.

00:01:16: ansatz wird dieser Podcast hier direkt verklagt und bestreckt Aber wir wissen natürlich welcher Geweiht ist Aber Raphael gib mir doch erst mal ein bisschen auf dich ein.

00:01:26: Wie waren so dein Kontakt mit Fusion Musik?

00:01:29: Also ich und Fabian haben ja schon ein bisschen das erklärt in der letzten Folge, aber jetzt noch ein bisschen zu dir.

00:01:32: Wie war dein Kontakt zu Fusion Musik und wie war vor allem deine Ausbildung im Bereich Fusion und Jazz Improvisation?

00:01:39: War das etwas was dich schon sehr früh begeistert hatte?

00:01:41: oder kam das dann eher so mit dem Erwachsenen werden dass man merkt oh ich muss jetzt auch mal erwachsene Musik machen wie Fusion?

00:01:49: also wow okay Ja, es startet früh.

00:01:56: Ich habe natürlich immer diese progressive Rock und progressive Metal Schiene so abgefeiert einfach schon mit zehn elf Jahren oder so.

00:02:08: Und Fusion ist halt so.

00:02:10: dieser sage ich jetzt mal so Diese andere Ebene die da noch stattfindet das eine ist so dieses Rock und Metal, diese ausgeschriebene Musik.

00:02:23: Und dann gibt es halt auch ... das quasi was aus dem Jazz, der Influenz, der dann da kommt ist dann eben Fusion.

00:02:35: Ich war immer großer Fan von Gitarrenmusik generell.

00:02:42: Das heißt ich hab schon sehr früh damit irgendwie Kontaktpunkte gehabt.

00:02:46: Allerdings hatte ich nie Richtig so richtigen jazz unterricht bevor ich also bevor ich siebzehn oder Ja, siebzen wurde dann ungefähr da hat es bei mir dann angefangen weil Ich wollte Musik studieren und ich wollte E-Gitarre Studieren Und Dann habe ich gesehen okay um das machen zu können muss ich erstmal Jazz Lernen Weil Das ist das was man quasi so Studiert.

00:03:18: Ja und so bin ich dann drauf gekommen, eigentlich von Anfang an diese Welten zu verbinden.

00:03:27: Dieses Heavy Metal-Ding das ich ja auch von Anfang auf gemacht habe in Bands gespielt und alles Mögliche und das hab' ich... Und dann kamen diese Jazz-Welt dazu und Fusion ist sozusagen diese Brücke für mich irgendwie der klassische Jazzrock.

00:03:47: Aber man muss dazu sagen, ich hab das auch lange nicht so richtig gecheckt.

00:03:52: Also ich hatte damals schon irgendwie John McLaughlin oder Aldi Mjola Zeug gehört aber ich wusste überhaupt nicht was da eigentlich abgeht oder wie viel davon jetzt improvisiert wurde.

00:04:05: also das habe ich damals noch überhaupt nicht gechecked.

00:04:07: und dann erst später mit siebzehn-achzehn oder so als ich dann da angefangen habe... ... zu Jazz, zu Lernen sage ich jetzt mal.

00:04:16: Auch viel durch das MGI damals, wo ich dann war in München.

00:04:21: Diese Berührungspunkte... Okay so ist es aufgebaut da gibt's irgendwie ein Thema und da spielt man drum herum.

00:04:29: Aber genau meine ersten Berührungspunkte waren halt so durchhören ohne dass ich wusste was das ist.

00:04:36: Ich glaube, das ist ja auch ein sehr wichtiger erster Schritt.

00:04:39: Wie wir auch immer hier in dem Podcast sagen erst mal hören und erstmal die Musik lang nicht verstehen bevor man die Materie reingeht.

00:04:47: Das sollte eigentlich immer... ich glaube wenn es mit einer neuen Liste geht oder wenn es darum geht eine neue Liste zu entdecken der erste Schritt sein.

00:04:52: ohne die Musik zu hören ergibt es keinen Sinn sich mit der Musik groß zu beschäftigen vom Inhaltlichen weil man ja die Sprache oder die Ästhetik der Sprache erstmal gar nicht so versteht.

00:05:03: Was, wo würdest du denn sagen aus deiner Perspektive heraus?

00:05:07: Was sind denn auch für dich die größten Unterschiede zwischen jetzt eben ich sag mal traditionellen Jazz und letzten Endes dem Fusion vom Ästhetischen aber auch vom Spielerischen.

00:05:20: Also alleine jetzt auf die Gitarre bezogen würde ich sagen Sound-Ästhetik ist komplett eine andere.

00:05:30: Ich würde sagen traditioneller Jazz wird halt auch oft verbunden mit Akustik-Bass, also Kontrabass und Klavier.

00:05:44: Und äh ... Gitaristisch dann halt Semi-Hollobuddy oder so was.

00:05:50: Oder überhaupt Hollobuddie getan.

00:05:53: Clean Sound keine Effekte!

00:06:00: Und im Fusion ist das halt alles.

00:06:02: sozusagen, da gibt's Soundtechnischer nicht wirklich Grenzen.

00:06:07: Also die haben ja auch zumindest in diesen Anfangszeiten ja alles Mögliche ausprobiert.

00:06:11: Da kamen die Synthesizer und was weiß ich?

00:06:13: Was Alles!

00:06:15: Und eben auch die Gitarre mit Verzerrung und allen möglichen Chorus-Sounds und so... Ich glaube, dass es der wesentliche Unterschied zum Zum Jazz, jetzt rein soundesthetisch gesehen.

00:06:36: Und inhaltlich vom Musikalischen her gesehen?

00:06:41: Musikalisch würde ich sagen geht auch viel weg von diesen traditionellen Beboblines obwohl die auch vorkommen so.

00:06:54: aber es geht glaube ich dann mehr.

00:06:58: Auch harmonisch ist es dann weniger, ja passieren einfach viel weniger diese Zwei-Fünf-Eins-Verbindungen oder klassischen Quintfallsequenzen oder solche Dinge.

00:07:10: Von dem geht man da irgendwie weg.

00:07:12: mehr in sehr viele Modales Zeugs das es da auch gibt und harmonischen Konstrukten die jetzt nicht so klassisch in Kadänzen einzuordnen sind häufig, würde ich mal sagen.

00:07:34: Das sind so die wesentlichen...

00:07:38: Du hast im Jazz vielmehr die Funktionsharmonik und im Fusion viel mehr die Modalik wobei da auch Ich würde mal sagen, die Mischung ist von beiden auch gibt durchaus.

00:07:47: Aber dazu will ich ganz gerne später noch ein bisschen mehr kommen, wenn wir ein bisschen weiter in die Materie reingehen wie man den Fusion lernt.

00:07:54: Fabian, wir waren das bei dir nochmal um das so ein bisschen auch mal reinzubringen weil du hast ja auch eine sehr interessante Perspektive, weil du ja auch noch mehr eben aus dem Blues kommst?

00:08:05: Wie war denn da so bei dir der Übergang dann auch pädagogisch und didaktisch in den Fusion rein?

00:08:12: Also bei mir fing das tatsächlich damals erst an als so diese YouTube Phase losging mit Gaffrey Gorren.

00:08:17: Das war so das erste was ich so entdeckt habe, dann hab' ich halt den Martin entdeckt und dann kam der Unterricht mit Martin und das waren wirklich meine allerersten Berührungspunkte.

00:08:26: und vorher war es meistens Rock, Blues bis in Metal so in diese Richtung.

00:08:30: aber Fusion war für mich... habe ich nie gehört, nie bewusst auch.

00:08:33: Meine Eltern haben zu Hause auch nie so Fusion gehört.

00:08:37: das höchste war eher so progig aber so richtig fusion oder jazz bei dem haushalt eigentlich gar nicht.

00:08:42: vor allem deswegen weil es für mich absolutes neuland und auch super interessant dann auch zu schauen okay wie wir auch gerade gesagt einen unterschied zwischen jazz um fusion und auch grade die stunden mit martin und dieses verstehen herangehensweise was improvisationskonzepte und so angeht super interessant richtig gut.

00:09:01: Ich finde nämlich den Hintergrund oft sehr interessant von verschiedenen Playern.

00:09:04: Das habe ich damals in der Uni selber auch gesehen, als jemand, der ähnlich wie Raphael mehr aus dem Mittel und aus dem Progressiven kommt.

00:09:11: aber dann hast du auch manchmal Fusion-Spieler oder Jazz-Spiele die halt eben sehr aus einem Hendrix, ganzen Roses orientierten Spielen kommen und das ist nochmal, finde Vom Background her hat es einem anderen Approach geleitet, wo halt dann da schon viel mehr versucht worden ist die sag mal Blues-Frasierungen in dieses modale Konzept oder diese modale Konstrukt zu packen.

00:09:33: Entessen das bei uns halt und das sind wir jetzt bei mir und ich denke mal, ich spreche da auf den Raphael halt relativ schnell schon der Versuch vielleicht war die Three Nought Past Ring Licks irgendwie die Paul Gilbert und Petrucci Licks halt diesen modalen Kontext reinzusetzen.

00:09:45: Aber geh wir doch noch mal ein bisschen in die Basics rein, Raphael.

00:09:48: Was würdest du sagen auch als Pädagoge?

00:09:51: Wenn jetzt jemand zu dir hingeht oder ich sag mal Ich und Fabian!

00:09:53: Wir kommen jetzt hier, wir haben eine Lessen bei Raphael gebucht.

00:09:56: Wir sagen jetzt Raphael wär'n Bock auf Fusion.

00:09:58: Wo würdest denn du da Skilltechnik anfangen?

00:10:01: Oder was wäre so der Roadmap den du vorschlagen würdest?

00:10:05: Was sind so die wichtigsten Skills am Anfang, die man bräuchte um überhaupt so ein bisschen die Materie reinzukommen?

00:10:10: Also ich würde sagen grundsätzlich... Vieles ist ja Genre unspezifisch, also viele Skills die man braucht.

00:10:22: So eins dieser Dinge sind zum Beispiel Die Tonleiter Shapes.

00:10:30: Also für mich ist das eigentlich relativ klar.

00:10:33: es gibt vier verschiedene Tonleitern die wir können müssen.

00:10:39: davon leiten sich auch die ganzen Modes ab Harmonic Minor, Melodic Minor und Harmonic Major.

00:10:52: Und aus diesen vier leiten sich eigentlich alle Modes ab die wir brauchen.

00:10:57: das heißt wir brauchen jetzt auf Modes zum Beispiel zu gar nicht eingehen aber wenn man diese kann in allen Tonarten alle Positionen am besten.

00:11:07: Das ist mal so.

00:11:08: eine Sache das sind Scales das andere sind Chords, also das geht an mit Triads.

00:11:17: Auch wieder ganz klar strukturiert eigentlich Major, Minor, Diminished und Augmented Und in weiterer Folge dann auch Four-Part Harmonie, also vier Klänge.

00:11:34: In dem Fall dann der...in weiterer folge eben diese Drop two, drop three Voicings.

00:11:42: Also wie man die halt voist auf der Gitarre sozusagen diese voicings und dann geht es schon in die Erweiterungen mit non und elf und dreizehn.

00:11:58: das ist so.

00:12:00: also scales, chords und dasselbe in arpeggio form sozusagen da auch wieder Die Triads, das sind ja auch diese ganzen Sweep Shapes und so.

00:12:14: Die leiten sich ja auch da alle ab davon... ...und dann die Vierklänge eben auch wieder.

00:12:24: Und das ist für mich so das Basic-Vokabular Scales, Chords, Apeggios.

00:12:34: Wenn du das kannst auf der Gitarre, auf dem Griffbrett in allen Tonarten Dann hat man schon extrem viel gemacht.

00:12:45: Also, weil das ist quasi das was du dann brauchst um über verschiedene Akkordverbindungen zu improvisieren im Grunde oder auch diese Verbindung herzustellen zwischen Chords und bestimmten Tönen Target Notes oder was auch immer.

00:13:03: also alles was Du dann übst kannst Du sozusagen damit ... ableiten.

00:13:08: Aber das ist sozusagen die Basis dafür, also sonst weißt du nicht über welchen Akkord ... ... kann ich jetzt passen jetzt welche Scala oder so?

00:13:16: Oder passt jetzt welcher Ton?

00:13:18: Ja ja genau!

00:13:19: Also erst mal zu checken.

00:13:23: okay ich habe hier diesen Akkort da kann ich natürlich die Töne aus diesem Akkorde spielen aber du musst natürlich die Shapes können.

00:13:33: Genau deshalb würde ich es mal sagen dass ist das ist so die absolute Grundlage.

00:13:38: Also da gehst du sehr strukturiert rein, einfach um die Griffbrettübersicht auch zu erhalten und auch dadurch die Freiheit

00:13:44: zumindest

00:13:45: immer zu wissen wo man sich quasi gerade befindet oder was man grad tut damit man diese Blindspots nicht mehr auf dem Griffbret hat.

00:13:52: Wo man halt letzten Endes dann manchmal steht und sich denkt hey was spiele ich jetzt hier?

00:13:55: Wohin bin ich jetzt?

00:13:56: Und auf gut Glück sag' ich mal versuche etwas reinzuspielen.

00:14:00: Absolut ja!

00:14:00: Es ist so ein bisschen... Ich mag immer ganz gerne den Vergleich zur Sprache zu bringen weil Paralitäten.

00:14:09: Genau, jetzt den und er findet einfach mal ein Wort mit mir.

00:14:12: Dafür ist er bekannt hier im Podcast.

00:14:16: Ich würde so sagen ich glaube das ist die Basic Grammatik am Ende.

00:14:19: Die Basic Regeln mit denen du halt einen gewissen Klang und Sound rausbekommst und daraus dann letzten Endes sich das Vokabular her oder was du brauchst um das Vakabular gut anzusetzen.

00:14:32: Das heißt, es klingt ja so ein bisschen raus, dass du jetzt erstmal zum Beispiel nicht hingehst und sagen

00:14:36: würdest

00:14:37: hier hast du zwanzig Licks.

00:14:39: Lern diese Licks!

00:14:40: Und wenn du diese Liks kannst, kannst du Fusion spielen.

00:14:42: oder wie stehst du zu solcher so einer herangehensweise?

00:14:45: Weil das ist ja oft auch gerade in unserer digitalen Welt ein sehr gängiges Konzept mit Jantrack Central wo es dann die zwanziger Fusion Licks gibt's und keine Ahnung, was die Leute denken.

00:14:55: Ich müsste diese Licks lernen?

00:14:57: Dann könnte ich Fusion spielen!

00:14:58: In fünf Minuten natürlich...

00:15:00: Ja genau!

00:15:02: Lernen dieser Fünf Fusion Liks und fix alt deine... Werde zu Guthrie in zwei Minuten.

00:15:07: Genau, hey gutes YouTube-Video muss ich mir merken.

00:15:11: Das ist halt so dieses klassische Marketingproblem das wir haben.

00:15:17: Wir denken immer, wir haben zu wenig und wissen nix weil die Werbung sagt uns auch, dass wir nichts wissen.

00:15:24: Und all diese Plattformen wollen ja auch was verkaufen und das lässt sich halt ganz gut vermarkten.

00:15:34: Das ist ja auch nichts Schlechtes!

00:15:36: Man kann ja unfassbar gute Sachen daraus ziehen.

00:15:39: aber ich würde sagen... ...das was ich geschildert habe mit den Skates, der Patches und den Chords dass ich jetzt sage, das ist ausschließlich so oder das ist das einzige was man dann übt.

00:15:55: Das ist ein Teil.

00:15:56: also ich empfehle es immer so als Teil der Übersession sozusagen das unterzubringen.

00:16:04: Als Warmup zum Teil du kannst ja auch diese ganzen Tonleiter kannst Du ja auch in deinem Warm up einfach integrieren.

00:16:12: Es geht ja nicht darum, dass man da... Man musste

00:16:13: ja nicht direkt auf zwölf Noten die Sekunde spielen.

00:16:16: Dann kannst du auch relativ langsam spielen und dann ist das schon ganz gut als Warm-Up.

00:16:19: Absolut!

00:16:20: Vielleicht dabei noch die Intervalle sagen oder so?

00:16:22: Ja

00:16:22: genau oder die Töne dazu sagen was auch immer.

00:16:25: Genau absolut.

00:16:27: Und dann als zweiten wichtigen Aspekt sehe ich schon diesen Building Vocabularyary also Lick Library sozusagen.

00:16:42: Das ist eigentlich das.

00:16:45: Die zweite fundamentale Geschichte, dass man hergeht und sich ein Vokabular aneignet, an dem man auch aktiv arbeitet und dass man auch aktiv erweitert in Form von Transkriptionen anderen Licks die man lernt und die dann auch in sein eigenes Spiel integriert.

00:17:08: Das Wichtige dabei eher darauf zu achten, dass man wirklich damit arbeitet.

00:17:15: Dass man jetzt nicht zwanzig neue Licks lernt und dann... Ah ja cool heute habe ich zwanzige neue Liks irgendwie durchgeballert so und nächsten Tag mache ich den nächsten zwanziger.

00:17:28: So das vielleicht hat es auch einen Benefit.

00:17:33: aber ich würde sagen es wäre sinnvoller auf jeden Fall sich auf ein Lick jetzt erstmal zu fokussieren oder so und das in allen möglichen Varianten abrufen zu können.

00:17:50: In allen Tonarten, in allen verschiedenen Tempi, in verschiedenen Subdivisions also mal den Triolen, mal den Sechzehntel.

00:17:57: wie komme ich überhaupt raus wenn ich das in Triolen mache?

00:18:00: So dass sich vielleicht muss ich einen zwei Töne dazu erfinden zwei, drei Töne am Ende abschneiden sozusagen damit sich es rhythmisch irgendwie besser ausgeht.

00:18:11: Solche Dinge also das sind dann die Dinge mit denen man sich beschäftigen sollte wenn man dann anfängt diese Licks eben zu integrieren in das eigene Spiel und dass ist auf jeden Fall die wertvollere Arbeit als jetzt einfach nur random fünfzig Licks schnell zu lernen.

00:18:38: Ja.

00:18:40: Das ist ein bisschen das Fitt.

00:18:40: wieder zurück auf dieses Phänomen von wegen G. Kommst du auch aus dem, ich sag mal pädagogisch, aus dem Mittel heraus oder zum Beispiel auch aus einem Blues raus?

00:18:47: Oder so'n bisschen das was ich beobachtet habe als ich studiert hab dass wir Leute die sagen ich mal jetzt die mehr aus dem Metal kommen und generell schon strukturierter geübt haben mit den gewissen Planen also ich bin aber auch vorgegangen und hätte gesagt okay die Scar oder habt ihr es in der Vergangenheit gemacht die Skalen und dann die Apatios oder die Akkorde und zwar noch relativ strukturiert sich das unterteilt und einfach aufgebaut werden, dessen ich das zum Beispiel von den Bluesern gesehen habe.

00:19:14: Dass sie halt einfach Licks genommen haben die die vielleicht eh schon konnten und hier ein zwei Sachen verändert haben Aber dass es halt... Ich fand dann immer früher in der Uni diese Spieler, die klangen direkt immer sehr geil aber die hatten sehr viele Probleme gehabt sich dann so ein bisschen aus ihrer Komfortion raus zu bewegen weil da wieder die Grundlagen gefehlt haben im Sinne von okay weiß ich eigentlich alle Shapes weiß ich all Apetius und so die Mischung das der macht.

00:19:39: Weil ja auch aus Konsumentensicht, was ja eine Sicht ist, die ich aktuell mehr und mehr einnehme, jetzt ist es natürlich wenn man hört... Okay, ihr müsst hier die vier Tonleitern lernen.

00:19:50: Wo ich auch zuerst gedacht hab, okay, er meint wohl Dua und dann Moll... Aber du hast den Moll gar nicht in das Beklagen worden?

00:19:55: Klar!

00:19:56: Mit Dua ist Moll wahrscheinlich schon impliziert.

00:19:59: Und dann Harmonisch-Moll Melodisch-moll und Harmonischdur.

00:20:01: Das ist sogar eine Scale, die ich noch nicht mal richtig... ...wo ich vielleicht nur einen Chef drauf hätte oder so.

00:20:06: Ist so ein geiles... Ich habe letztens erst einmal im Pianelzen Interview gehört wo er darüber gesprochen hat.

00:20:11: Es ist auf alle Fall eine geile Tonleiter aber auch eine, die wirklich sehr rare

00:20:16: ist

00:20:16: Ähm... Also es klingt dann erst mal nach sehr viel und ich kann schon vorstellen, dass natürlich Marketingtechnik der Otto-Normal-Gitarist, sag' ich mal.

00:20:25: Wenn er hört, boah okay, sau viel oder ich muss da einfach nur diese Licks lernen, dann kann ich's auch natürlich in dieser Lickfalle fällt aber dann halt wie du schon richtig gesagt hast Raphael viele Grundlagen fehlen eigentlich sich erstmal also sich dann wirklich richtig ausdrücken zu können Oder das Problem aufkommt was mir früher viel passiert ist man hat da die Licks gelernt Aber konntest du halt nicht anwenden?

00:20:44: Das ist halt so ein... Das ist doch schlimmer Genau, du brauchst die Grundlagen um auch die Licks anwenden zu können.

00:20:51: Weil wie viele fucking Licks hab ich in meinem Leben schon gelernt und danach wieder direkt vergessen.

00:20:55: Ich glaub das gibt bei uns allen oder hatten wir alle mal so gezeigt.

00:20:59: Ey, ich habe ein Buch ... Die Jazz-Bibel, ey da sind vierhundert Licks für zwei fünf Einsen drin weißte?

00:21:06: Und ich kannte Leute meiner Uni, die gesagt haben So!

00:21:08: Ich lerne jetzt jedes Lick auswendig und ich mir dann auch dachte nein Du wirst Also genau, das ist eine interessante nächste Frage.

00:21:15: Wie siehst du das mit Vokabular?

00:21:17: Aber ich glaube es ist auch so ein bisschen der Irrglaube den man manchmal hat wenn man in diese Welt der Improvisation reingeht dass man denkt dass manche Spieler Hunderte an Licks zur Verfügung haben, aber wenn man sich mal dann die Spieler genauer anschaut.

00:21:31: Also jetzt auch in Tom Quayle oder so ein Gaffeligoffen, dann merkt man okay... Die Anzahl an Liks vom Vokabular, die die spielen sind eigentlich relativ wenige ich sag mal zehn-fünfzehn also Licks die immer wieder irgendwie hochkommen.

00:21:44: Ich finde Tom Quail ist echt das beste Beispiel, sehr schön liebe Aber er hat halt echt so diese drei, vier Licks die ihr wirklich in jedem Solo spielt.

00:21:51: Es ist mehr das wie wendet er die Licks an?

00:21:54: In welchem Kontext?

00:21:55: In welche Situation oder auch in welcher Verbindung?

00:21:58: Wie siehst du das denn mit den Licks?

00:21:59: Versuchst du da ein großes Reportoir zu haben und versuchst dir eher auch Licks zu haben, die du halt wirklich einfach in jeder Situation interessant anwenden kannst.

00:22:10: Ich beantworte sofort diese Frage.

00:22:12: Aber einmal wollte ich noch mal drauf eingehen, weil du meintest, es klingt erst nochmal nach viel dieser ganzen Tonleiter zu lernen.

00:22:21: Ich glaube wenn man die Sachen verstanden hat ist das nicht mehr so schwierig.

00:22:26: Weil wenn du einmal die Major Scale in allen Lagen kannst und verstanden hast wo immer der Grundton ist zum Beispiel weißt du auch Wo immer die Terz ist zum Beispiel.

00:22:40: Wenn

00:22:41: man die in der Walle kann, ja genau.

00:22:43: Und diesen Zusammenhang muss man natürlich verstehen weil der Rest ist extrem easy.

00:22:49: also du musst dann nur einen einzigen Ton ändern Also die Terze und dann hast du... Melodisch-Moll.

00:22:57: Und dann auch da wieder nur einen einzigen Ton zu ändern, um dann auf Harmonisch-moll zu kommen.

00:23:04: oder auch harmonisch-Dur ist ja auch nichts anderes... So ein

00:23:08: Ton anders?

00:23:08: Genau!

00:23:10: Und

00:23:10: diese Zusammenhänge muss man natürlich checken und die Lernkurve ist exponentiell.

00:23:17: das heißt du lernst die Major Scale.

00:23:21: Die erste ist natürlich mühsam, die erste Position dann lehrst du die nächste Position, die geht schon leichter weil es wiederholen sich natürlich gewisse Patterns und gewisse Abläufe.

00:23:32: Und wenn du diese ganze Skala hast vielleicht brauchst du ein paar Wochen dafür damit du das alles Intus hast.

00:23:41: aber dann wenn du sagst okay du lernst jetzt alle melodisch-molle Fingersätze werden dir viel schneller gehen.

00:23:48: Und das ist, glaube ich, auch was die Leute unterschätzen.

00:23:50: Die fühlen sich overwhelming.

00:23:51: Eine

00:23:52: Falle vor allen Dingen, die man da geraten kann ... Weil das war damals auch die Falle.

00:23:55: in die Ich-Geraden bin mit Martin im Unterricht damals.

00:23:57: Er hat gesagt, der hier ist caged Positionen, lernt die alle und beim nächsten Mal konnte ich dir auch alle.

00:24:02: Du hast sie alles schon drauf?

00:24:03: Krass!

00:24:03: Okay cool, da war es ja fleißig.

00:24:04: Ja jetzt spielt doch mal die Quarte keine Ahnung.

00:24:08: Das heißt, man muss immer gucken dass man nicht nur das Pattern lernt sondern wirklich weiß was man tut.

00:24:12: Deswegen lieber ein bisschen Zeit damit lassen und dann wie du sagst, dann ist das alles nicht mehr so kompliziert.

00:24:17: Und die Lernkurve ist exponentiell.

00:24:19: Also du brauchst am Ende einfach nicht mehr so viel Zeit, um eine neue Tonleiter zu lernen weil du hast schon andere Tonleitern gelernt.

00:24:31: und checkst einfach diese Patterns leichter ab und speicherst sie besser ab...

00:24:39: Das stimmt!

00:24:40: Ja

00:24:41: und das führt mich dann auch zudem was du jetzt gemeint hast mit den leaks Das ist genau das, was ich eher auch vorher angesprochen habe.

00:24:54: Wenn du verstehst in welcher Tonart dein Lick ist, dass du gerade lernst oder wenn du verstehest welche Intervallabläufe das Ding hat über welche Akkorde das funktioniert dann kannst du das auch viel besser anwenden und vor allem in jeder einzelnen Situation anwänden.

00:25:22: Und ich hatte ja auch damals beim Martin Unterricht, das ist auch schon sehr lang her aber... Ich

00:25:31: merke gerade wie es alle drei mal ehemalige Schülern von Marty... Auf

00:25:35: jeden Fall!

00:25:36: Also ihr habt mir dir auch viel gezeigt damals.

00:25:39: Wenn jetzt hier für die Zuschauer es nicht klappt, Martin ist dran Schuld.

00:25:45: Wenn jetzt die Zuschucher das zu hören und sagen ich kann jetzt kein Füschen, Martin du bist dran Schuld!

00:25:51: Ja ja genau und wir hatten dieses Thema damals natürlich auch und es ist... Du hast ein Lick.

00:26:01: also in meiner Methode nenne ich's jetzt mal oder im Unterricht mache ich das immer so.

00:26:08: Es gibt die zwei unterschiedlichen Überkonzepte, das eine ist Rekontextualisierungs-Exercises und das andere ist also die Anwendung von Limitationen, also Limitationsexercises.

00:26:31: Rekontextualisierung.

00:26:34: Was meinst du damit genau?

00:26:35: Das klingt interessantes Wort, ich kenn es nicht!

00:26:38: Ich kann's auch kaum aussprechen.

00:26:41: Du weißt, worums geht.

00:26:42: das ist wichtig.

00:26:48: Es geht darum in einen anderen Kontext zu setzen.

00:26:53: Okay, das stimmt.

00:26:56: Genau!

00:26:57: Das heißt du hast es in einer anderen Tonart oder du endest die Rhythmik, die Subdivision... Du kannst die Rhythme generell ändern und sie auch anstelle von durchgehenden Noten.

00:27:10: Kannst du ja auch rhythmisch was ändern?

00:27:12: Du kannst einen Ton ändern damit es in einem anderen Mode oder eine andere Tonleiter passt.

00:27:19: Diese ganzen Sachen Ich glaube, wenn man die relativ strukturiert durchgeht, kommt man da sehr weit.

00:27:27: Oder wenn man das auch nicht so strukturierend machen will, machen das natürlich viele Leute auch sehr unbewusst.

00:27:35: Ich hatte auch mal beim Scott Henderson zum Beispiel Unterricht und der hat krass viel Vokabular einfach am Start.

00:27:46: Also er kann... Der hat so viele Phrasen die der da raus hauen kann, so spontan und dann kann aber mit all diesen Phrasen irgendwie was machen.

00:27:57: Also der kann da dem sein Üben besteht quasi die ganze Zeit nur aus Rekontextualisierung oder Limitation eigentlich.

00:28:11: Absolut!

00:28:12: Motivbildig!

00:28:13: Genau!

00:28:13: Motiven zu arbeiten.

00:28:15: das war auch... Das war eine Sache, die habe ich auch von Scott Henderson gelernt.

00:28:19: Ich hatte selber keinen privaten Richtbeben, aber ich war bei zwei oder drei Workshops von ihm und er hat immer gesagt wie wichtig es ist in der Lage zu sein Motiv zu nehmen und das weiterzuführen.

00:28:29: Oder dass er mal zum Beispiel sehr kritisch findet wenn Leute ein Motiv spielen und dann direkt das nächste Motiv anstatt einmal einen Motiv auszuarbeiten.

00:28:40: Und ja, das ist tatsächlich ein Skill den wir Gitaristen relativ wenig in unserer allgemeinen Pädagogik trainieren gefühlt.

00:28:48: Ich habe es dann auch erst so richtig über einen Bassisten gelernt als ich in der Uni mal Unterricht bei einem Fusion-Bassisten hatte.

00:28:54: aber als Gitarist wollte einfach nur seine Improvisationsmethodik mal ein bisschen checken weil ich immer schon fand dass Bassisten sehr geil improvisieren auch eben durch ihre Limitierung die sie haben.

00:29:05: und da ging's halt eigentlich nur darum Wie nimmst du ein Motiv?

00:29:10: Und wie kannst du das über das Griffbrett aufbauen, verändern oder einfach mit rumspielen.

00:29:19: Ich finde es ist auch ein ganz wichtiger Skill, den man durch diese Rekontextualisierung üben kann.

00:29:31: So viel zum Vokala.

00:29:32: Nee,

00:29:33: Kontext war nicht so... Ja genau!

00:29:35: Aber wieder ein Wort dazu geleistet wie ein neues Lick.

00:29:38: Das

00:29:38: heißt in mehrer Silben dann geht's?

00:29:40: Ja genau.

00:29:42: Eine Sache die ich ganz spannend finde.

00:29:43: bei dem ist halt auch verglichen mit anderen Instrumenten gerade mit der Improvisationslehre ist dieses andere Tonarten spielen oder einen anderen Tonleitern spielen manchmal.

00:29:54: Oder nee Tonarten sorry Was für uns Gitaristen ja relativ einfach ist, weil wir die Fingersätze nicht verändern müssen.

00:30:02: Gehst du dann dennoch hin und sagst okay, du übst ein Lick das du es in D-Mol spielen kannst, dass du einen Dismol spielen kannst, dass Du es in E-Molt spielen kannst?

00:30:09: Ein F-Moll, ein Fistmoll oder ein G-Mole?

00:30:11: Obwohl es eigentlich nur eigentlich die ganze Zeit ein Bund weiter ist... ...oder wie gehst du da über technisch ran?

00:30:16: Dass du sagst ein Tonleiter an allen Tonartenspieler?

00:30:20: Auf jeden Fall!

00:30:20: Also ich spiele das selbe Lick auch und ich habe das auch bei mir beobachtet.

00:30:25: Es gibt Tonarten, wo ich eine schlechtere Übersicht habe über das Griffbrett.

00:30:32: Also ich fühle mich wohler in A-Moll als in Assmoll.

00:30:38: Ja!

00:30:39: Das ist also... Ich weiß nicht es macht einen Unterschied tatsächlich außer aus meiner Erfahrung.

00:30:47: Ich hab jetzt keine Studie durchgeführt oder so aber auch was meine Schüler eben auch bei mir konnte ich das definitiv beobachten.

00:30:59: Ich finde alle Töne sehr schnell so, wenn ich... ich habe das mal getestet an mir selbst.

00:31:07: Ich find' alle Töhne sehr schnell aber sobald's wirklich in so Tonarten geht die man nicht so oft verwendet.

00:31:15: einfach ist man limitierter oder ich brauche länger um die Tönen zu finden und es ist auch.

00:31:25: Ich beschäftige mich auch sehr viel mit Technik und so.

00:31:28: Und es ist auch sehr wichtig, Dinge Abläufe immer wieder zu verändern für unser Gehirn damit wir nicht in die Spirale reinkommen dass das immer quasi dieser selbe Ablauf immer und immer wieder ist weil du setzt keinen neuen Reiz und durch diesen neuen Reitz den man dann setzt ist man erstens aufmerksamer, du lernst schneller.

00:32:01: Ja also ich halte das für sinnvoll.

00:32:03: zum Beispiel wenn man die Tonleiter jetzt übt oder lernt täglich einfach die Tonart zu ändern einfach dieselben Positionen die man so spielt dass man die auch in einen Halbton Höhe dann spielen kann eben Und von daher halte ich das für genauso wichtig wie jetzt am Klavier oder auf dem Blasinstrument, oder sonst wo.

00:32:33: Ich glaube besonders wenn man mit Bläsern spielt hat man halt diese fiesen... etwas fieseren Tonarten auch

00:32:38: ne?

00:32:38: Auf jeden Fall!

00:32:39: Oder wenn du mit irgendwelchen Sängern spielst die dann kurzfristig die Tonart ändern wollen.

00:32:47: Oh ja.

00:32:51: Ja also In meiner

00:32:53: Erfahrung

00:32:54: ist es schon so, dass das Blindspots gibt.

00:32:58: Wir haben den Nachteil an der Gitarre, was du bei allen anderen Instrumenten nicht wirklich hast... Ja, wieso?

00:33:03: ...ist, dass wir pro Octave andere Fingersetze steckenweise haben oder halt pro horizontaler Bewegung.

00:33:11: Wo du auf dem Klavier, ob du was in der mittleren Lage spielst und dann höherein lage, ist für einen Fingersatz meistens ein oder selbe.

00:33:18: Wenn die Gitaristen immer gucken müssen sind wir jetzt im C-Shape, sind wir zum D-Shaap sind wir jetzt im E-Shape, das verändert ja den Fingersatz.

00:33:25: Wie würdest du das gewichten?

00:33:26: Dann würdst du eher sagen okay schaut erstmal dass ihr ein Lick innerhalb von einer Tonleiter aber in jeder Lage spielen könnt und dann geht auf die nächsten Tonleitern oder schaut, dass sie einen Lick in einer Lage spielen könnte und geht dann auf die nächste Tonleitung.

00:33:42: Also die absolute Basis ist immer Du kannst das Lick inn und auswendig also in einerlage In einer Form.

00:33:52: Du musst mal eine Form perfekt können im Sinne von.

00:33:56: du musst das innerlich hören können, wenn sie jemand anderer spielt zum Beispiel so... Du musst den Ablauf checken mit der Koordination.

00:34:12: Wenn man das hat, dass ist sozusagen die Voraussetzung kann man anfangen das in verschiedenen Lagen zu spielen und auch in verschiedenen Tonarten, aber es sind während zwei verschiedene Übungen.

00:34:25: Die eine Übung wäre du spielst dasselbe lick mit den selben Tönen, aber in einer anderen Lage Und dann eine andere Übung Wäre dann sozusagen Dasselbe nochmal in einen anderen Tonart zu machen.

00:34:44: Genau ja so würde ich das einordnen.

00:34:49: Eine ganz wichtige, essenzielle Frage ist ja auch oft über was spielt man letzten Endes.

00:34:54: Auf jeden Fall!

00:34:55: Wie würdet ihr da schülern?

00:34:56: Was ich sag mal weiter geben... Einfach Backing Track an und hey dann hol dir halt den Fusion Giant Steps Backing track und versuch drüber zu spielen oder...?

00:35:05: Das machst du dann zehn Jahre und dann kannst es.

00:35:06: Ja genau, muss nur oft genug machen.

00:35:09: Ja... Genau, genau einfach abends Moll-Pentatonic drüberspielen ist ins Nilschaff.

00:35:15: Irgendwann klickt das auch gut.

00:35:20: Ähm... Gerade so ein Fusion, jetzt nicht nur rein auf Improvisation gesehen sondern gerade so einen Fusion ist ja dann noch Geschichten wie Outside Playing und solche Sachen ab einem gewissen Punkt wichtig.

00:35:30: Aber was würdest du raten?

00:35:31: Worüber sollte man anfangen?

00:35:33: ich sag mal auch zu improvisieren vom Backing Track Hair also von dem was im Hintergrund passiert.

00:35:39: Also einer der Standard Dinge die oft gesagt werden ist er zum Beispiel So What weil da hast du halt Modal Du bist relativ lang in einer Tonleiter Und du wechselst halt mal eben diesen fiesen Halbton hoch direkt viel verändern kann.

00:35:51: Aber was würdest du jetzt zum Beispiel mal raten, wo macht das Sinn anzufangen drüber zu spielen?

00:35:54: Und da sollte man erst einmal wirklich nur einen Ton ein Akkord halten.

00:35:57: Ich komme zu dir etwas, was du gerne machst Fabian, dass die gesunde Drone setzt und dann einfach nur um erstmal den Klang der Tonleiter sich selbst klarzumachen wie würdest Du daran gehen Raphael?

00:36:09: Ja sehr ähnlich.

00:36:11: also erstmal checken was ist überhaupt der Grundton den zu sehen im Griffbrett?

00:36:21: und also ich würde immer in Form von einer Übung an Improvisationen rangehen.

00:36:26: Ich würd nie sagen, hey hier Backing Track der ist cool, spiel einfach was drüber so das ist irgendwie zu wenig Das

00:36:35: wird so nix!

00:36:38: Da wiederholst du am Ende nur deine Fehler den ganzen Tag und fokussier es dich nicht auf die Sachen die du eigentlich entwickeln möchtest.

00:36:45: Ja genau Also das kann man machen Aber man darf sich dadurch keine Ergebnisse erhoffen.

00:36:51: Da kann man seinen Wissen abfragen tatsächlich in diesem Moment, das ist ganz

00:36:54: gut!

00:36:54: Ja

00:36:55: genau, das war's.

00:36:58: Also checken wo bin ich eigentlich als Test aber auch so als Spasting natürlich dass man sagt okay Ich habe jetzt mal Bock fünf Minuten zu improvisieren.

00:37:04: aber ja wie du gesagt hast Man darf nicht erwarten, dass das rein über das Spiel und beim Backing Trackman sind Improvisation verbessert wird vielleicht nach zehn Jahren passieren, irgendwie mal per Zufall.

00:37:16: Aber ja, es gibt effektivere Möglichkeiten, die du gerade noch ansprechen wolltest?

00:37:19: Ja auf jeden Fall!

00:37:21: Also ich will das mal rangehen, weil improvisieren geht auch viel übers Hören also ist dieses innere Ohr halt sehr wichtig.

00:37:35: so was kann ich mir vorstellen dass als nächstes kommen könnte?

00:37:39: zum Beispiel Das heißt, ich gehe ran mit so ein bisschen einem Gehörbildungs-Approach eigentlich.

00:37:51: Sing mal kurz zwischendurch den Grundton und kannst du überhaupt definieren.

00:37:58: Um zu wissen... um das quasi zu etablieren oder das zu lernen von wo geh' ich wohin?

00:38:10: dann auch auf der Gitarre.

00:38:14: Das ist mal die eine Sache und das andere ist natürlich dann in weiterer Folge gewisse, also immer so kleine Steps raussuchen zum Beispiel von einem Akkord zum anderen dass man jetzt sagt okay du kannst jetzt diese Mol pentatonik wir haben jetzt die Töne die eigentlich gut passen auf dem Akkort.

00:38:38: schau dass Du immer auf der eins einen dieser akkord oder man kann es noch ist noch simpler machen indem er sagt spiel immer die terz auf der eins so zum beispiel und dann machst du seinen mit

00:38:53: mich eins also eins vom tag genau

00:38:55: auf der eines vom takt und Dann übst du erst mal das und dann kannst du z.B.

00:39:02: Einen akkorde wechselüben von einem mall akkort zum anderen Wo du sagst Du bewegst dich innerhalb dieser einen Pentatonik, aber eben auf der eins... Auf dem ersten Beat spielst du hier die Terz und auf dem nächsten Beat auf der nächsten Eins.

00:39:20: sozusagen spielts du hier von diesem Akkord die Terze.

00:39:24: Und dann konzentrierst du dich nur darauf und schaust dass du halt so ein bisschen drum rumspielst.

00:39:30: Aber das sind deine Anchor Points sozusagen!

00:39:35: Und so ganz kleine Schritte würde ich machen, so von einem Ding zum nächsten.

00:39:41: Von einem Akkord zum anderen!

00:39:43: Von einem Ton zum nächsten vielleicht einfach nur zu schauen okay also auch viel rhythmisch natürlich.

00:39:51: wenn du jetzt sagst Rhythmik spielt einfach immer eine Rolle deshalb und ist irgendwie auch die Basis für cooles Phrasing sage ich mal Deshalb auch mal so Dinge zu machen wie zum Beispiel auf der Eins und zu starten als Regel, als Limitationsexercise.

00:40:17: Also wir kommen immer wieder auf dieses Thema zurück.

00:40:19: für mich kann man all diese Übungen in Limitations- oder Rekord Textualisierungsexerises einteilen.

00:40:27: das ist für mich eigentlich der Way to go.

00:40:31: Sagen wir hier auch ganz viel, wenn es um Improvisation geht.

00:40:34: Das Limitierung letztens wieder.

00:40:36: Sagst du nicht mal so schön gesagt Fabian?

00:40:37: Limitieren fügt zur Expandierung.

00:40:39: Ja das ist ja auch jeden Fall.

00:40:42: Man denkt erst immer okay... Ich glaube viele haben dann immer so diesen Gedanken Es muss jetzt super geil klingen!

00:40:47: Es muss alles toll frasiert sein, tolle Bellings bla bla bla.

00:40:50: Das ist beim Üben eher nicht so.

00:40:51: Beim Üben konzentrierst Du Dich erstmal und guckst dass Du Alles richtig machst auf die Tärz zum Beispiel.

00:40:56: Mach das mal eine Woche Dann kannst Du das sondern dann kannst Du dich wieder auf den nächsten Step konzipieren.

00:41:02: Genau Es

00:41:06: ist ein interessanter Punkt, den du auch schon angesprochen habt.

00:41:08: Das Raphael war natürlich das innere Gehör oder das Innere Hören.

00:41:12: und was ich immer so ein bisschen gemerkt habe es bei mir als angefangen ab Improvisation zu lernen und auf Fusion Improvisation zu lernen So eine Diskrepanz da war zwischen, was habe ich in meinem Kopf gehört und was konnte ich auf dem Instrument umsetzen?

00:41:26: Und das ist aber in der Richtung.

00:41:28: ist es erstmal gut.

00:41:28: Ich finde es ist erstmal wichtig dass man in der Lage ist im Kopf für ein melodisches Bild zu haben oder eine melodische Vorstellung zu haben weil das Umsetzen auf die Gitarre ist dann letzten Endes nur ne Sache der Übung und der Sache des herausfinden woran liegt es sich das nicht umsetzten kann.

00:41:44: Aber Martin hat hier mal eben in einem Podcast über Improvisation gesagt auch wie wichtig das ist Von vornherein auch Melodik vom Hören her zu verstehen, also dass man noch in der Lage ist zum Beispiel über ein Solo drüber zu singen und dort interessante Phrasen zu bilden.

00:42:01: Einfach die im Kopf schon interessante Melodien und Phrases zu haben, die man durch Hörerfahrungen letzten Endes sammelt Aber genau die Punkte, die du gerade oder ganz am Anfang gesprochen hast mit den Skalen auswendig lernen.

00:42:15: Oder die Shapes verstehen und der generell das Kiffbrett und die ganze Theorie dahinter verstehen ist an der letzten Endes der Keypunkt.

00:42:22: noch mehr Das innere Gehörte dass was man hier drin hört aufs kiffbret umzusetzen weil ich hatte dann Ganz oft das Problem dass sich was geil ist eigentlich gesungen hätte oder was geiles gehört hätte aber nicht in der Lage war ein kiff brettes umzusetzten weil ich nicht wusste wie es geht.

00:42:35: Und wenn ich wusste wirklich wusste wir es ging.

00:42:38: Ich hab jahrelang eine Methode gehabt, die mir geholfen hat relativ schnell über viele Standards mit einem hohen Komplexitätsgrad zu spielen.

00:42:47: Aber oft immer dasselbe gespielt habe.

00:42:49: und ich bin ja sehr von dieser Pat Martino-Schule.

00:42:52: Weil er mein Dozent früher der Haupttranskriptionsgeil von Pat Martinow war und er hat seine Doktorarbeit über Pat Martinho geschrieben.

00:43:00: Bei Pat Martínow geht es letztens darum du nimmst ein Shape wie zum Beispiel das Mol Shape, das ganz normale Pentatonic-Mol Shape oder das, ich sag mal E-Shape für Mol und benutzt es für so viele Situationen wie möglich.

00:43:16: Also dass wenn ich jetzt

00:43:17: z.B.,

00:43:18: ich habe A-Mole im E-Moll Shape also jetzt vom Cage System gesprochen und benutze aber auch für C-Dur benutze das aber auch ähm, G Mixo Lüdig oder für Äh F-Lüdig und so.

00:43:31: Dass man halt alles viel in einem Shape denkt aber wenn die ganze Zeit quasi vom Kopf her A-Molch denkt.

00:43:36: Dadurch war ich in der Lage relativ schnell über komplexere Standards zu spielen Aber ich war sehr limitiert letzten Endes weil ich halt eben nur dieses eine Shape kannte So ein bisschen worüber wir uns gerade lustig gemacht haben Und gesagt haben wir Giant Steps Einfach pentatonic drüber spielen dann klappt das schon

00:43:50: irgendwie.

00:43:51: Aber ist es interessanter?

00:43:52: So ein bißchen in die Richtung geht das ja.

00:43:55: Das Interessante finde ich da aber auch, weil eigentlich sollte ja in der Theorie die Improvisation erst im Kopf stattfinden und dann in die Finger gehen.

00:44:02: Und ich glaube das trainiert man damit viel mehr als wenn man jetzt einfach nur sage ich mal die Tonleiter auf den Runterspiel sondern indem er diese Limitierung macht, man schult seinen Ohr, man hört wie klingt das?

00:44:12: Wenn du beim nächsten Mal so oder so, weil du es hunderttausendmal übst ist es auch in deinen Ohren,

00:44:16: d.h.,

00:44:16: du hörst das.

00:44:17: Da-ba-da-da!

00:44:18: Dann hörste dir den Lick... Ja, da ist das Lick.

00:44:20: Genau, der Lick!

00:44:24: Der legt

00:44:25: natürlich.

00:44:25: Das muss man sich immer hören, weil ihr

00:44:27: den innerlich hören kannst.

00:44:30: Oh Gott, ja ich kann... Also das ist schon wenn ich diesen Slick irgendwie ausmüsse, weil spiele dann muss ich direkt die Improvisation abbrechen und ich denke, ah!

00:44:37: Ich hab's schon wieder gespielt.

00:44:38: Da da da da.

00:44:39: Ja, hier, hier.

00:44:41: Ja oh Gott was so Memes machen kann.

00:44:44: War ein guter Tipp den da der Martin ich glaube uns gegeben hatte war zum Beispiel, wenn du Improvisation übst und du spielst jetzt über dem Backing Track wo du gemerkt hast, das hat gerade nicht geklappt oder irgendwas war komisch.

00:44:58: Sofort stoppen und sofort checken was es gerade passiert.

00:45:02: Also okay warum hat das jetzt grade klanglich nicht geklappt?

00:45:06: Und dann einfach herausfinden... Was ist gerade passiert?

00:45:09: und was kann ich ändern, damit es das nächste Mal in eine andere Richtung geht?

00:45:12: Dass man ein bisschen halt so weggeht von diesem romantisierenden der Improvisation dieses Ich mache einen Backing-Track an und ich spiele einfach.

00:45:20: Und ich bin frei!

00:45:22: Es kommt alles aus mir raus... Das ist so, nee, so funktioniert die Improvisation leider nicht Leute.

00:45:28: Nix kommt vom Selbst.

00:45:30: Also diese ... Man lernt ja eben.

00:45:34: deswegen ist dieser step mit diesen mit diesem vocabular oder mit diesen basics mit dem fretboard knowledge sozusagen.

00:45:43: deshalb finde ich das so wichtig weil du lernst also du hörst ja mit, also das gehör lernt dadurch auch in einer bestimmten tonleiter Töne aneinander zu rein.

00:45:58: Wie klingt das überhaupt?

00:45:59: Also wenn man das da nicht kann oder da nicht nie gemacht hat, wird es auch in der Improvisation nicht von selbst Gott gegeben irgendwie so auf einen runterregnen.

00:46:10: Vielleicht

00:46:11: bei ein Prozent oder so.

00:46:12: Ja vielleicht... Das

00:46:13: passiert genau!

00:46:14: Es passiert einmal!

00:46:15: Einmal muss passieren oder so.

00:46:16: ja.

00:46:16: Ja, vielleicht ja.

00:46:21: Deshalb ... Ist es so wichtig, dass man durch diese Sachen durchgeht und... ...diese Theorie-Geschichte.

00:46:28: Weil die Leute haben immer so Angst vor Theorie!

00:46:31: So das ist wie so ein Teufelswerkzeug oder so.

00:46:36: Manchmal habe ich das Gefühl... Du lernst dabei ja genau das anzuwenden und kannst dir irgendwie trockenes Theorie lernen sage ich jetzt mal... Wie für einen Führerschein?

00:46:49: Das kannst du dir alles sparen weil du machst das... damit automatisch.

00:46:54: Du lernst automatisch, wo die kleinen Terzen sind oder wo die Mollterzen sind wenn du diese ganzen Arpeggios kannst einfach.

00:47:06: Du musst dir dann nicht mehr da drüber Gedanken machen und du musst auch das dann nicht explizit vielleicht nochmal eigens so üben auch um das zu hören, wenn du es einfach auch schon ständig machst selbst und auch checkst dass du das machst.

00:47:26: Weil Gehörbildung ist ja nur eine Art von Definition.

00:47:33: also wir hören alle the selbe aber manche Leute sind schneller darin diese Dinge zu definieren oder diese Dinge in Worte zu fassen, sozusagen.

00:47:48: Oder das zu analysieren was da passiert ist und dann wiederum umzusetzen.

00:47:53: Und in der Improvisation passiert es halt so instant.

00:47:57: Es ist halt

00:47:58: Komposition

00:48:00: im Moment sozusagen.

00:48:02: Ja klar, sagt der Farbelehrer auch immer.

00:48:04: Genau!

00:48:04: Du brauchst diesen Skill sonst wird's schwierig weil du bist nie so schnell... wenn du jetzt zum Beispiel in der Band interagierst und der andere spielt jetzt hier dieser Inversion, dann weißt du okay.

00:48:23: Dann kannst du das dazuspielen oder der Saxonist spielt gerade irgendwie diesen Ton oder die Keyboard wie auch immer whatever.

00:48:31: Und dann kannst Du das Voicing so setzen dass Du das als Top Note zum Beispiel oben hast.

00:48:36: aber all diese Sachen funktionieren nur Wenn Du sie erstens Also wenn du sie hörst und definieren kannst.

00:48:43: Und das funktioniert nur, wenn du es selber schon mal so geübt hast sozusagen.

00:48:53: Im Prinzip macht man sich hier letzten Endes freier dadurch, freier auch dann auf der Bühne um halt eben die Möglichkeit zu haben anderen Musikern zuzuhören.

00:49:02: Weil wenn du wie mehr du weißt was selber eigentlich in deinem Spiel passiert oder je mehr Kontrolle dir darüber hast desto mehr kannst du auch von deinem Fokus davon weggehen um halt deinen Fokus nicht auf das ich sag mal das gesamte zu setzen die gesamten Band und halt eben mehr darauf zu setzen.

00:49:18: okay was passiert jetzt gerade im Moment ... holistisch mit der kompletten Band.

00:49:24: Das merkt man immer bei Leuten, die... Ich merke das manchmal, ich habe z.B.

00:49:27: Jam Sessions mit Leuten aus der Klassik gekommen und da merkst du das sehr stark, dass die Improvisation nur so... Ich sag mal, in der Oberfläche üben oder trainieren.

00:49:36: Die machen das schon auch aus eigenem Interesse ... Aber du merkst immer daran, weil der Pianist, wenn er zum Beispiel beim Begleiten nie zuhört was der Solister eigentlich macht und so voll in seinem Element drin ist und sich denkt, oh, der Akkord wär doch cool!

00:49:48: Oder der akkord wäre noch cool?

00:49:49: Dabei geht gar nicht auf Spannungen oder auf Rhythmik ein oder so.

00:49:53: Okay, beim Schlagzeug ist es immer ... Also ich lieb's ja mit Schlagzeuge also Rhythmic vorzugeben und dann zu kommunizieren dass der Schlagzäger auch mit eingeht.

00:50:04: immer, wenn das ein Improß gemacht wird.

00:50:06: Letztens im Video drüber gemacht über Gaffrey Goffin auf seinem John Pichucci Jam, wo er dann so einen Fünfer-Motiv spielt und Mike Mangini geht mit drauf ein und solche ... ach Moment!

00:50:16: Das ist halt einfach immer geil in Improvisationen weil da merkt man okay hier ist grad nicht ein Solist und der macht sein Ding und keiner hört darauf zu sondern es ist so ein Gesamtes Spiel nur man spielt zusammen.

00:50:27: Ja absolut

00:50:28: war's auch natürlich auch übertrieben werden kann.

00:50:30: Ich musste einmal im Schlagzeuger sagen, ey bitte hör auf!

00:50:33: Jede Phrase von mir irgendwie beruhrt mich zu und das sei ja... Wie sonst die Leib und dir selbst?

00:50:38: Ja es war echt... Da musst du echt immer sagen ist es schön und gut ich habe dich lieb aber bitte lasst das.

00:50:45: Sondern ich fange an mit du-du-du be-du und das Schlachtzeug denkt du-tu-du dutum oder wie ich bin rein.

00:50:57: Aber dass das einfach so ein schönes Zusammenspiel wird, ja.

00:51:00: Gehen wir nochmal ein bisschen zurück auf eben dieses... also wir haben jetzt abgedeckt.

00:51:04: okay man braucht die.

00:51:06: ich sag mal die Main Skills der Griffbrett über sich.

00:51:09: aber da hast du ja selber auch schon gesagt hey das sind die Skills die brauchst du nicht nur für den Fusion die brauchste für jegliche Formen der Improvisation und auch Metal-Improvisations für alles drum und dran.

00:51:19: Wie sind so der Technikanteil an Fusion?

00:51:22: Oder würdest du das ähnlich wie die Griffbert Orientierung sagen, dass du sagst okay hey eigentlich alles was du an Technik lernst kann auch direkt einen guten Impact auf die Improvisation haben.

00:51:31: oder würdest Du eher sagen ja im Fusion benutze ich eher sweep arpeggios und im Metal benutze er picking und picking benutze sich nicht zum fusion.

00:51:40: differenzierst du da oder versuchst du das als ein Ganzes zu sehen.

00:51:44: Ich sehe eigentlich Alles immer als ein Ganzes, weil ich bin jemand der ... Musik liebt.

00:51:55: Das klingt jetzt?

00:51:59: Ja!

00:52:00: Das hab ich nicht von dir gedacht.

00:52:02: Jemand, der Musik libt.

00:52:04: Ich glaub, ich muss den Podcast abbrechen und es geht leider nicht.

00:52:07: Nee, das geht so weiter.

00:52:12: Nein, ich mach nur Musik um reich zu werden also...

00:52:15: Naja, für mich ist das quasi Schare ungebunden.

00:52:18: Also ich... Liebe gewisse Ästhetik oder gewisse Energien.

00:52:24: Jetzt nicht esoterisch gesprochen, sondern halt ein gewissen Vibe... Ich weiß nicht wie ich das am besten ausdrücken soll, aber so in diese... Nee,

00:52:33: ich finde, Energie ist ein guter Begriff dafür.

00:52:36: So hat mir in der letzten Podcastfolge auch gesagt, dass Fusion ja eigentlich diese Metal- und Rockenergie ist

00:52:41: im improvisatorischen

00:52:42: und Jazz-Context.

00:52:43: Aber Energie ist noch richtig, finde ich, gutes Wort.

00:52:45: Absolut!

00:52:46: Oder eine gewisse Theatralik manchmal auch?

00:52:51: Und...

00:52:52: Oh, Doris!

00:52:54: Du bist so... du warst mich so traurig.

00:52:55: Ich bin so dorisch halt.

00:52:57: Oh, lüdig ich bin zu happy.

00:52:59: Ja genau.

00:53:03: Jetzt habe ich den Faden verloren.

00:53:05: Wo waren wir?

00:53:06: Das sind mir leid.

00:53:09: Du versuchst das

00:53:11: Genre übergreifen und sehen.

00:53:12: Genau da war ich sehr weit abgedriftet.

00:53:17: Naja, auf jeden Fall.

00:53:19: Es ist dann schon so ... dass es darauf ankommt was spielt der Rest oder was macht der Rest in der Musik?

00:53:29: In dieser spezifischen Situation.

00:53:32: Ist das eher ein ...

00:53:35: Groove

00:53:35: ?

00:53:36: Oder ist das eher ... Ein Blastbeat oder sowas?

00:53:43: Da spiele ich natürlich anders drüber Als wir, ja wie jetzt keine Ahnung da ist kein Schlagzeug im Hintergrund und nur eine Fläche oder so ein Akkord.

00:53:57: Also es hängt von mir davon ab je nachdem wie viel passiert.

00:54:03: also wenn zum Beispiel der Schlagzeuge sehr intensiv und viel spielt ... eine bestimmte Subdivision, dann spiele ich die mit.

00:54:17: Also auch in der Improvisation eigentlich.

00:54:19: Wenn ich weiß okay da spielt die ganze Zeit im sechzehntel Grid... ... dann mache ich das auch und dann... ... picke ich diese Subdvison eigentlich auch immer!

00:54:29: Wenn ich jetzt sehe ok da spielt eigentlich eher auf... ... also lässt eigentlich viel Platz,... ... dann macht es für mich... musikalisch zumindest aus meiner Sicht weniger sind, da viel zu picken.

00:54:49: Weil dieser Attack einfach nicht notwendig ist.

00:54:53: oder es ist also diese musikalische Ästhetik die mir halt dann besser gefällt wenn ich dann sage okay das ist jetzt mehr legato und so differenzier ich das eigentlich, je nachdem was drum herum passiert.

00:55:06: Ich mach da tatsächlich sehr viel abhängig auch von den Drums weil die Drums geben diesen Attack irgendwie vor und wenn ich jetzt auf durchgehende Double Kick Spiel nur mit Legato dann ist es mir vielleicht ein bisschen zu wenig Attack Da brauche ich mehr Attack Und wenn der mir aber komplett Platz lässt ... im Bezug auf die Subdivision, dann mache ich halt mehr Legate und bin natürlich da auch viel freier.

00:55:34: Also je weniger sozusagen der Schlagzeuger spielt,... ... desto freier bin ich dann weil... ...ich kann dann so zu sagen machen was ich will und es kommt niemanden in die Quere.

00:55:45: Wenn ich jetzt zum Beispiel wenn ein Schlagzeuge jetzt durchgehend als Sechzentel spielte die ganze Zeit,... ...auch im Fusion-Kontext, wenn das schon so busy ist... ...und ich spiele dann dazu Triolen, klingt das sehr..., also rhythmisch schon sehr dissonant!

00:56:00: Das ergibt so eine rhythmische

00:56:01: Dissonanz.

00:56:02: Und es ist eigentlich, also ich versuchte eher immer diese Harmonie herzustellen zwischen diesen Elementen und das mache ich in der Komposition sowohl als auch in der Improvisation.

00:56:16: Schare übergreifend!

00:56:19: Superspannend auf alle falle und das ist ja auch finde ich so ein trademark von dem wie du spielst aus meiner Beobachtung, weil ich habe ja schon mal ein zwei dinge von dir gekovert.

00:56:28: Tatsächlich so eine Sache die mir früh aufgefallen ist dass du viel mit der mit viel Rhythmik, genauso wie Harmonik in Spannung und Entspannung.

00:56:37: Wie kann Rhythmisch-Spannung aufgebaut werden?

00:56:39: Wie kann das aufgelöst werden oder wo es eventuell zu viel Spannungen und eben da auch viel mit den Schlagzeugern spielt?

00:56:45: Ich erinnere mich an dem Deluvium Solo von dieser benannten Band, die man nicht spielen sollte.

00:56:51: Wo du Quintolen spielst und der Sebastian die Quintolen in der Bassstra mit spielt, meine ich.

00:56:56: Ich glaube so war das was mich damals ultra geflecht hat als ich das gekavert habe weil ich das so in diesem Detail gerade noch nie vorher gesehen habe.

00:57:05: Also da würde ich auch sagen, dass es definitiv einer deiner mit Trademarks die das so musikalisch machst, weil ich glaube so... So im Detail hast du das wenig in der aktuellen Szene her.

00:57:14: Da bist du schon was Besonderes!

00:57:17: Aber jetzt hab' ich den Faden verloren in meinem Raphael-Lobgesang Warte, warte!

00:57:28: Wir fällst gleich wieder ein.

00:57:29: Du hast noch was Gutes gesagt?

00:57:31: Spannung, Rydbig, genau finde ich sehr cool.

00:57:34: Genau das Technik nämlich... Dadurch dass du in der Lage bist eben die Technik zu verändern weil du nämlich die Technikalistik trainiert hast bezogen auf alles und halt eben nicht differenziert hast im Sinne von Und ich glaube das ist ein Fehler den manchmal manche Leute machen Dass sie denken ah für Fusion muss sich jetzt hier diese drei eins drei Arpeggios lernen oder zwei eins, drei arpeggio so die zwei Noten auf einer Seite hast und dann hoch sweeps usw.

00:58:01: wie kennen sie?

00:58:04: Dass das nur für Fusionist oder dass das Picking da nur für den Metalkram ist, dass Leute da manchmal so in Technik-Schubladen denken weil es halt auch einfacher ist wenn man dann noch sagen kann Fusion is Sweeping, sprich habe ich schon mal gehört mein Leben Fusion is sweeping.

00:58:20: und Legate

00:58:22: Ja

00:58:23: ja eigentlich ja schon.

00:58:26: Das finde ich cool, dass man ein bisschen weg geht von der generellen Genre und hat eben schaut was bringt jetzt gerade die Klangestätik oder die Soundestätika?

00:58:35: Und wo ergibt was Sinn.

00:58:37: Da ist man da halt dann in der Lage zu sagen ok jetzt werden Sechzehntel gespielt das picke ich durch oder jetzt ist weniger Platz.

00:58:43: jetzt nutze ich den Space mit Legato und sonstigem.

00:58:46: dafür musst du auch erst mal eine gewisse Technik haben und die musste dann auch genauso ich sag mal von dem Basics ... trainieren, wie halt eben deine Fredboard über sich.

00:59:04: Auf jeden Fall!

00:59:06: Ja und auch diese... Was wolltest du sagen?

00:59:10: Ich wollte nur sagen, was ich auch ganz gerne mag als Übung.

00:59:13: Das habe ich von Joe Paz ist halt zum Beispiel mal versuchende Improvisationen in einer Subdivision zu spielen und der Lage zu sein eine Subdiversion durchzuziehen, dass man halt mal wirklich ohne Pausen sechzehntel Triolen spielt oder ohne Pause ein Sechzehnthel spielt einfach um die Lage zu sehen so eine Sub-Division noch konstant aufrechtzurehalten.

00:59:32: Ja das ist ja auch das was Tom Quayl so bisschen prädigt mit dem Legato also einfach durchgehende Noten sozusagen spielen zu können, immer einen Ausweg zu finden.

00:59:45: Egal wo man ist gerade und wenn man quasi gerade keinen Ausweg hat dann eben wie wir vorher schon gesagt haben stoppen und auschecken.

00:59:54: okay wo bin ich gerade gelandet mit welchem Finger?

00:59:56: Okay das muss sich ausbessern und dann ganz spezifisch darauf eingehen.

01:00:00: genau was ich noch sagen wollte zu diesem Technik Thema in der Improvisation im generellen.

01:00:08: Das ist natürlich so, dass es auch da nicht von selbst kommt oder so.

01:00:12: Sondern das ist halt etwas... Also wenn's jetzt um Technikübungen geht, halte ich es eigentlich für am sinnvollsten Anwendung direkt zu üben also in Form von einem Lick.

01:00:28: Ich habe das zum Beispiel immer so gemacht weil der einzige Weg wie schnellere Licks ... in eine Improvisation einbauen konnte, weil ich hatte da auch immer ... ... krasse Probleme.

01:00:41: Ich konnte zwar irgendwie ... ... Tonleiter rauf und runter ... ... bisschen schneller spielen aber es hat immer... ... irgendwie dann im Improviationskontext ... ... irgendwie scheiße geklungen.

01:00:51: also das hat immer ... … war irgendwie entweder out

01:00:54: of time

01:00:56: oder ... ... zu gewollt oder irgendwie voll ... ... fehlplatziert irgendwie.

01:01:04: Und deshalb ... finde ich es sehr wichtig also wenn man jetzt virtuoser sozusagen oder schnellere Lines in der Improvisation einbauen möchte, dass man das gezielt angeht und sagt okay ich nehme jetzt diese Line und baue die jetzt ein.

01:01:25: Also einfach genauso wie wenn du einen Lick halt einfach einbaust.

01:01:29: Das ist halt technisch anspruchsvoller als andere dann aber genau so üben, ehrlich gesagt.

01:01:37: Ja, cool!

01:01:39: Ach das kommt von alleine wenn einfach die armen Oyl pentatronik.

01:01:44: Ja, genau.

01:01:46: Das ist dann auch wieder eine eben soundestätige Soundfrage.

01:01:49: Willst du halt eher so das Perkussivere, das Attack voller haben oder willst du ein bisschen dieses flüssige bluesy-mäßiges sage ich mal haben?

01:01:56: Ist ja alles eigentlich nur eine Frage der Klangestätik was man in dem Moment zu haben möchte und da macht es sich ja auch mit allem auseinanderzusetzen dass du so viel

01:02:03: Freiheit

01:02:04: wie möglich hast und halt auch so ein bisschen nicht mehr abhängig bist von Vokabular eventuell sondern halt mehr auch eben Jetzt nicht nur sagen musst du, okay ich spiele jetzt hier das legt das legts und halt mehr sagen kannst dich geh auf den Moment ein.

01:02:16: Und bin in der Lage alles ich sag mal so... zu gestalten.

01:02:20: Ich glaube, das sind so die Dinge, die

01:02:21: z.B.,

01:02:22: wie Gathe-Goffen ausmachen, dass der auf vielen Meta-Ebenen hingehen kann und improvisieren kann ... Und eben in meinen Augen wenig ligorientiert spielt.

01:02:32: Absolut!

01:02:33: Was du auch manchmal bei manchen Fusion-Gitaristen so hörst?

01:02:36: Sehr spielerisch auch.

01:02:38: Das Geil ist ja auch wenn du die Technik so gut beherrschst, dann musst du dir gar keine Gedanken mehr darüber machen.

01:02:43: Oh muss jetzt immer Aufschlag oder Abschlag anfangen, egal weil du kannst sie techniken

01:02:48: Beides sozusagen schon mal irgendwann gemacht einfach.

01:02:51: Ja,

01:02:53: absolut!

01:02:55: Was würdest du dann sagen?

01:02:56: was sind so die Top-Five jüdischen Gitaristen?

01:02:59: oder sagen wir das schaut ihr euch die mal an von denen lernt ihr sehr viel wenn man sich um das Thema Vokabular und auch Klangästhetik oder wie improvisiert man über etwas rangeht?

01:03:09: Was würdest du sagen?

01:03:10: was wären da deine top five?

01:03:12: Boah schwierig zu sagen da wird wahrscheinlich jeder eine andere Antwort geben.

01:03:18: Deswegen frage ich auch explizit nicht.

01:03:19: Ich will dir deine Top-File fassen!

01:03:21: Ich war halt immer Riesen Greg Howe Fan, weil er auch diese Brücke hat zwischen Heavy Riffs teilweise und Fusion und so... ... oder diesen Jazz-Influencer zu sagen.

01:03:38: Ja, ich bin mega...

01:03:39: Der Hammer!

01:03:40: Ich hör grad die komplette Greco-Discography für den History of Shred-Podcast von Christian und ich hab auch viel geschlafen.

01:03:49: auf Greco, sag' ich mal also ein zwei Platten kannte ich aber gerade so manchmal aus den Neunzigern was der dafür geile Licks raushaut.

01:03:56: Ich kann mir nur keine Videos von ihm

01:03:58: anschauen.".

01:03:59: Es hat Christian auch gesagt, ich krieg ja schon Fokale, dass du nie nur beim Hinsschauen ... Weil er musikalisch supergeil spielt!

01:04:06: Aber wie er spielt ist so das unergonomischste und das ungesundeste, wie man spielen kann gefühlt?

01:04:11: Weil er es so viel wechselt und ähach, da graut's mich.

01:04:17: Ja, aber es hört sich super an.

01:04:22: Ja, ist halt super.

01:04:24: Christian vermutet auch, dass er eine Form von Fokale Destiny hat so wie er spielt.

01:04:28: Christian kann das ganz gut sehen ... Das kann schon sein.

01:04:32: Weil er schon sehr ... Weil einfach darum geht, Fokales Destiny ist ja einfach, dass deine Finger sehr unkontrolliert sich bewegen und er hat einfach extrem viel Bewegung in seinem Spiel.

01:04:43: Dass es halt ... Ja, aber stimmt da auch irgendwie was.

01:04:45: Aber genau, Greg Cow mega geil!

01:04:49: Mein ... Absolut der Favorite wahrscheinlich sogar.

01:04:53: Ich hab, ich spiele auch seine Gitarre tatsächlich also diese Stratähnliche Gitarren das ist eigentlich eine signische Gitarred schon ganz lang.

01:05:03: Ja genau als nächsten.

01:05:05: Also Alan Holtzworth war für mich immer Obwohl ich selten kaum was nachgespielt habe oder so aber einfach immer viel gehört.

01:05:13: So ich weiß wie viele es irgendwie zu abstrakt und so kann das verstehen.

01:05:18: Aber für mich Hatte so diesen, diese Theatralik hat er irgendwie in seinen Solos drinnen.

01:05:28: Also dieser Sound und die Harmonik... Und die Interaktion zwischen dem Drama und ihm teilweise das ist halt einfach eins zu meiner absoluten Ja, Vorbilder.

01:05:44: Auf der

01:05:44: Wiedererkennungswert, ne?

01:05:45: Du hast einen Ton und weißt das

01:05:46: ist... Na ja, stimmt!

01:05:48: Ist wirklich so.

01:05:49: Stimmt genau.

01:05:53: Naja, fünf den Scott Henderson natürlich.

01:05:57: Scott Henderson ist immer ein Einfluss gewesen für mich oder eine Art Dohl.

01:06:12: Obwohl er eigentlich ... schon sehr aus der Blues-Richtung kommt und ich eigentlich überhaupt keinen Bluesplayer bin so oder wenig damit zu tun hatte, muss man sagen.

01:06:25: Jetzt im Vergleich... Das ist

01:06:26: ein intellektueller Blues, würde ich mal sagen.

01:06:28: Der Blues auf einem anderen Level halt von der Frasierung her sehr bluesy aber vom inhaltlichen sehr anders.

01:06:36: Sonst sind auch die Phase von ihm noch so epochenunterschiedlich.

01:06:40: auch

01:06:41: Ja Ja und es gibt natürlich auch viele von den aktuellen Gitaristen, sage ich mal.

01:06:50: Von der neuen Generation die absolut crazy sind also Josh Mieder oder so Und auch der Matteo Mancuso.

01:07:03: Ich höre mir das alles extrem gerne an.

01:07:05: Also mega Fan von diesen Leuten

01:07:08: Absolut.

01:07:09: Ich finde Matteo Mancusi, das haben wir auch schon hier ein paar Mal drüber gesprochen.

01:07:12: Das ist halt so ein Paradebeispiel für auch ... Obwohl er zwar mit Fingern spielt aber geilen Shred-Lines, so Paul Gilbert Lines in einem Fusion Contest oder einem Jazz Context.

01:07:22: Das find ich immer sehr interessant zu sehen.

01:07:24: Oder jetzt ist das eine Video mit Joshua und Stefan wo er dann quasi hat echt so einen ... Petrucci, Three Note per String ran und auf den Gypsy-Gitarre rauspackt.

01:07:32: Was glaube ich sonst kaum in Gypsy Gitarist vorher so spielen würde?

01:07:35: Weil es hat einfach eine andere Klangestätik ist aber so geil da einbindet finde ich auch richtig stark.

01:07:40: Ja oder für mich war natürlich der Martin auch einen großer Einfluss weil er diese ... Er hatte ja auch diesen Dream Theater Background sozusagen und er hat das so gut verbunden mit dieser Fusion Ästhetik.

01:08:01: Deswegen muss ich den eigentlich auch nennen, weil das war für mich auf jeden Fall ein großer Impact und Einfluss.

01:08:15: Auch wenn ich jetzt schon lang nichts mehr von ihm jetzt gecovert habe oder transkribiert hab.

01:08:22: aber Ja, genau.

01:08:24: Also es gibt so viele!

01:08:26: Ich kann mich nicht entscheiden.

01:08:30: Das stimmt schon.

01:08:31: Es ist echt unfassbar.

01:08:34: Fabian, würdest du noch eins oder zwei adden wollen?

01:08:36: Wurde sagen wir das sind auch natürlich Fusion-Gitaristen die es sich lohnt anzuhören.

01:08:42: Ach, gibt's so viel.

01:08:43: Addon Hines zum Beispiel finde ich richtig

01:08:45: gut.

01:08:48: Boah, gibt's so viele.

01:08:49: Das ist nochmal zu die Ecke.

01:08:50: auch noch mal ein bisschen dieses God Henderson-Bloosie-Ecke.

01:08:52: Auch noch mehr Phrasing... Ich finde es der andere denn noch einmal, der auch Slide gerne mal spielt.

01:08:59: Auch sehr bekannt aus dieser Zeit.

01:09:03: Ach jetzt komm ich nicht auf den Namen verdammt!

01:09:05: Brett Gassett?

01:09:06: Ja, Brett Gasserd genau.

01:09:07: Der hat ja jetzt auch genannt, das ist auch so legate Technik und auch einer meiner Favorites.

01:09:13: Genau.

01:09:14: Ja, und wir haben natürlich über Gavry Govind gesprochen und so.

01:09:18: Natürlich!

01:09:20: Gambale auch bei mir, ganz weit oben.

01:09:24: Absolut.

01:09:26: Also Holtz was hast du ja schon genannt?

01:09:30: Wir kriegen sicher Hate dass wir irgendwie nicht genannt haben oder

01:09:33: so.

01:09:34: Wahrscheinlich.

01:09:35: Weil es gibt einfach so

01:09:36: viele,

01:09:37: so gute Leute.

01:09:37: Da

01:09:38: gibt's auch vieler ... Ganz an der Freude im Pokkas-Volga-Maschinen.

01:09:46: Z.B

01:09:49: Ja und das gibt's halt, finde ich...

01:09:52: Also

01:09:53: was hat diese Leute unterscheidet?

01:09:55: Und das waren für mich immer meine Idole von Anfang an eigentlich.

01:09:58: Ich hatte nie so diese Metal-Idole.

01:10:00: also ich glaub' Der einzige... Nicht

01:10:02: Kork Rehmert am Anfang!

01:10:05: Nein, ich würde sagen... Also der einzige Metal-Gitarist.

01:10:08: Ich höre doch Kerry King aus deinem Spiel heraus!

01:10:11: Der einzige Metalgitarist, der so richtig mein Idol damals war, also in früheren Zeiten vor allem war halt Chompetruchi aber sonst eigentlich, also der Rest kommt alles aus dieser Fusion-Ecke.

01:10:27: eigentlich muss man sagen auch weil mir diese Phrasen halt oder wie die teilweise ... Melodios gespielt haben, das hat mich halt immer gefallen.

01:10:37: so im Vergleich zu ... ... Hauptsache schnell irgendwas.

01:10:43: Das habe ich jetzt blöd pauschalisiert!

01:10:46: Nee aber ich versteh vollengang!

01:10:50: Es war kontrolliert schnell und zwar bewusst schnell.

01:10:53: Und halt nicht einfach nur schnell das Schnellsein, sag ich mal oder um halt irgendwie ein bisschen Spannung aufzubauen weil was schnell ist aber was letzten Endes gespielt wird es totaler Föllefans oder halt ganz ganz merkwürdige Sachen.

01:11:05: Das hat sich ja gerade so in den achtzigeren, neunzigern

01:11:07: Gitaristen

01:11:08: eben noch ganz viel gehabt.

01:11:10: Total!

01:11:11: Ja

01:11:11: absolut.

01:11:12: Oder durch Vibrato

01:11:13: Oh ja,

01:11:14: auch hier.

01:11:18: Wie brate!

01:11:21: Ja aber da hast du heutzutage noch viele geile Möglichkeiten eben auch Sachen zu lernen.

01:11:26: Du hast so viele Bücher, du hast so viel in Jamtract Central und ich sag mal die Masse kann einen schon erschlagen.

01:11:34: Ein Tipp den ich immer ganz gerne rausgebe ist halt kauft euch die zwanzig Licks Packages bei Jamtrak Central oder bei Fabian Ratzack oder überall, wo man es kaufen kann.

01:11:46: Aber ich finde ein Fehler ist das Leute sich dann noch sagen Ich muss jetzt alle zwanzich Licks lernen, die ich da habe.

01:11:52: Ich hab mir selber immer gesagt Nee!

01:11:53: Es ist vollkommen okay wenn ich einen Lick daraus nehme was irgendwie mit mir resoniert was geil ist und was ich so wie wir es auch heute in der Folge besprochen haben wirklich lernen.

01:12:02: allen lagen das Konzept dahinter auch

01:12:04: genau das

01:12:05: Konzepter hinter verstehe tabular erweitere und jetzt eben nicht die zwanzig Licks wie improvisiert man über Sunny holt.

01:12:13: Und dann versucht alle zu lernen, ich habe es versucht eher kontraproduktiv weil da lernst du einen Lick gehst ans Nächstes ran und vergisst dann das erste Lick wieder.

01:12:22: so sollte man's nicht schon?

01:12:23: ja?

01:12:23: oder im besten Fall transkript aber auch dann wieder limitiert euch auf eine Sache auf ein Lick und versucht nicht alles zu machen.

01:12:32: Das war wie gesagt früher mein Fehler.

01:12:34: Da lernt man nichts bei.

01:12:35: lieber eine Sache wirklich gut drauf schaffen, anstatt zehn Sachen eher so

01:12:40: halb.

01:12:41: Absolut.

01:12:41: Ja.

01:12:42: Genau.

01:12:44: Gut!

01:12:44: Geil und Raphael haben wir gut was gelernt über deinen Approach auch über ... Wie man Fusion lernt, fand ich sehr spannend mit der ganzen Thematik.

01:12:54: Der Thronleiter und die Strukturierung aber halt eben letzten Endes.

01:12:58: uns macht Fusion wie wir auch schon gesagt haben auch aus so eben die Verbindung oder dieses Genre übergreifend und dass man nicht mehr in den einzelnen Genres denken sollte sondern eben gucken kann hey wo kann ich Dinge aus verschiedenen Genres rausnehmen?

01:13:12: Und dann halt dort ... verbinden.

01:13:15: Oder halt zeig ich, einfach die Basics lernen, die man in jedem Genre braucht.

01:13:19: Gewisse Techniken brauchst du dann einfach überall und er macht das Sinn da einfach eine Basics zu lernen und zu arbeiten.

01:13:25: Absolut!

01:13:25: Ja wie kann man... Gib mir nochmal kurz in... Jetzt kannst du deinen Marketing-Experten rauslassen, Raphael?

01:13:31: Und jetzt was kann man noch so...?

01:13:33: Wo kann man Raphael noch hören, konsumieren, zelebrieren?

01:13:37: Was gibt's da für Möglichkeiten?

01:13:39: Natürlich auf allen sozialen Plattformen die so gibt YouTube, Instagram und Co.

01:13:46: TikTok alles mögliche.

01:13:50: ja auf Youtube gibt es einen Education Kanal wo es ausschließlich Education Material gibt.

01:13:56: da gibt's Workout Videos zum mitspielen sozusagen oder Free Lessons also jeder der gratis lessons will.

01:14:07: die gibt´s da auch Auch von mir.

01:14:10: und es gibt natürlich auch mein Patreon, das sich über die Jahre jetzt aufgebaut hat.

01:14:18: Da wo ich teile da sozusagen die ganzen Tabs sehr gekoppelt mit dem YouTube-Kanal.

01:14:26: Da kommen die ganzen tabs zu den YouTube Videos drauf sowie spezifische Übungen.

01:14:33: Ich habe ein paar Masterclasses oben und mache auch so Livestreams wo man fragen stellen kann, wo ich drauf eingehe oder wo ich bestimmte Themen dann einfach ungeskripte sozusagen Raushaue also über die Spreche sowie jetzt hier auch, wo es halt einfach ein längerer Talk über ein Thema ist.

01:15:00: Das gibt's alles auf Patreon Bei mir.

01:15:04: Die Links werdet ihr vielleicht auch irgendwie in den Show Notes Genau.

01:15:12: Ansonsten auf meiner Website gibt es auch immer Updates, wenn etwas Neues kommt oder was Neues gibt.

01:15:24: Das war's glaube ich

01:15:25: von meiner Seite.

01:15:26: Sehr cool!

01:15:27: Kann ich auch nur empfehlen?

01:15:28: Ich bin selber Mitglied bei Raphaels Patreon.

01:15:32: Ich war auch mal bei der Patreon-Seite.

01:15:34: Sehr gut strukturiert und sehr geile Übung.

01:15:37: Ja, ich versuch das über die Zeit natürlich zu verbessern.

01:15:39: Ich hatte am Anfang Schwierigkeiten das so einzuordnen und habe jetzt mit der Zeit ein gutes System gefunden wie ich das gut strukturiere.

01:15:51: Es gibt auch einen Discord-Channel wo man einen Discord Server wo du dann auch Zugriffe hast auf diese verschiedenen... weil ich hab das in Levels eingeteilt.

01:16:04: Kurikulum sozusagen mir zusammengestellt, wo man eben auch durch diese Sachen die wir gerade besprochen haben.

01:16:13: Diese Scales, Arpeggios und Chords.

01:16:16: Man findet das da alles und kann dadurch gehen und sich das drauf schaffen genau.

01:16:26: Müsst

01:16:26: dich ja mal ein bisschen mehr durchgehen?

01:16:27: Ich bin ein stiller Geldgeber sage ich mal.

01:16:31: Das sind wir so Anfang des Monats.

01:16:32: Ich werke auch!

01:16:33: Das ist wieder Geld abgekommen.

01:16:34: Ich habe mir jetzt noch gar keine Videos... ich glaube, es geht so vielen bei Patreon!

01:16:38: Ich hab bei mir jetzt auch nochmal einiges verändert.

01:16:41: Ich hab im letzten Monat jede Woche fast glaube ich drei, vier Videos hochgeladen und habe gemerkt, das ist zum einen für mich viel zuviel.

01:16:47: Es war eine Wette, werden sie auch nicht alle geguckt?

01:16:49: Also die richtige Struktur zu finden, ah, es ist echt schwierig bei Patreon

01:16:53: irgendwie.

01:16:53: Absolut ja, aber es dauert in der Zeit.

01:16:55: Man hat schnell so dieses Gefühl auch, ich mach zu wenig.

01:17:00: Die Leute bezahlen doch... Es ist da immer selber mit sich selbst am richten und dann erfährt man, ja nee die Leute sind total overwhelmt mit dem was man eigentlich dort abgibt und es ist okay auch mal weniger zu machen.

01:17:13: Ja das klingt toll!

01:17:15: Als Feedback also die Leute gehen dann nicht weil sie das Mies finden was es da gibt sondern eher weil die sagen hey Alter das ist so viel Holy shit, wie soll ich das alles?

01:17:27: Verforderung.

01:17:29: Ich hab grad keine Zeit so...

01:17:32: Absolut!

01:17:33: Das ist so... Ich glaub wir denken immer aus unserer Perspektive auch, wie wir halt waren von wegen immer viel üben und immer mehr noch lernen und wollen.

01:17:40: aber ich glaube man muss da manchmal die Situation oder diese Perspektivik einnehmen von wegen hey, ich habe einen Job, nine to five job, ich hab noch Kids und vielleicht am Tag eine halbe Stunde bis dreiviertelstunde und dass man dafür dann halt auf das Essenzielle runtergeht.

01:17:51: Aber das ist ein komplett anderes Thema worüber man sich gerne aussprechen kann.

01:17:55: Sonst kann ich beim Raphael, wie gesagt nur empfehlen auch sich seine Solo Songs anzuhören.

01:18:00: Ich glaube du hast so drei veröffentlicht?

01:18:02: Ja es gibt fünf aber da kommen jetzt bald noch mehr.

01:18:10: einfach auf Social Media Folgen

01:18:14: über barcook spotify

01:18:16: ist sicher

01:18:16: auch so genau die ganzen kramen.

01:18:18: sonst gerne wäre es ein bisschen härter markt die obsidius platte hören und da gibt's eine schöne michung.

01:18:26: eben aus death metal und fusion haben wir ja auch schon mal eine dedizierte folge hier zu drüber gemacht.

01:18:30: in unserem let's talk guitar realm und ja vom raffi gibt es viel cooles zu entdecken kann ich nur sehr empfehlen.

01:18:36: Danke dir, dass du da warst, Raphael.

01:18:37: Und mal ein bisschen noch über Fusion Education zu sprechen.

01:18:40: Danke dir Fabian fürs Mit-Podcasten und deinem besten Dank natürlich an alle da draußen die hier den Podcast regelmäßig hören gerne mal bei Spotify vorbei gucken oder haltet uns eine fünf Steiner Review geben einen netten Kommentar hinterlassen und auch gerne unseren Discord joinen.

01:18:54: in diesem Sinne würde ich ihm sagen komm jetzt zum Ende der Folge wünsche ich allen viel Spaß da draußen beim üben und auf Wiederhören!

01:19:01: Bye bye.

Über diesen Podcast

Willkommen in den heiligen Hallen der Podcastschmiederei! Bei Let’s Talk Guitar sprechen wir über alles, was das Gitarristenherz höher schlagen lässt – von Saiten und Sound bis hin zu spannenden Einblicken hinter die Kulissen der Gitarrenwelt. Egal, ob du Anfänger bist oder seit Jahren spielst, hier findest du inspirierende Geschichten, wertvolle Tipps und alles, was die wunderbare Welt der Gitarre zu bieten hat.

von und mit Fabian Ratsak, Justin Hombach, Robin Willig

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