Let's talk guitar

Let's talk guitar

Transkript

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00:00:00: [Musik] Ein wunderschönes, guten Tag, verehrte Zuhörerinnen und Zuhörer da draußen und willkommen zu einer weiteren Episode von Let’s Talk Guitar, dem deutschsprachigen Podcast über die wunderbare Welt der Gitarre und der Musik.

00:00:00: Und heute wieder versammelt in den heiligen Hallen der Podcastschmiedereien.

00:00:00: Das bin ich, der Justin Hornbach und der Fabian Ratzack.

00:00:00: Servus an alle Zuhörer da draußen.

00:00:00: Natürlich Servus Justin.

00:00:00: Hallo, Servus Fabian.

00:00:00: Wir sind heute wieder zu zweit in unserem kleinen Camerleinen hier.

00:00:00: Heute wollen wir über ein ganz bestimmtes Thema reden, wo wir mal ein paar Mythen aufdecken wollen, wo wir mal eventuell so ein bisschen belaudern wollen, wie da unser Approach ist.

00:00:00: Wir hatten zwar auch schon mal eine Folge mit Martin Miller über ein ähnliches Thema gehabt, aber wir wollten nochmal ein paar andere Aspekte und Problematiken über das Thema improvisieren und generell solieren sprechen.

00:00:00: Wie wir so ein bisschen Improvisation verbessern, wie wir unsere Solis ein bisschen verbessern können, ein paar Tipps und ein paar Tricks von unserer Seite aus, was da auch so unser Approach ist.

00:00:00: Ja, darüber geht es heute in dieser Podcast Folge.

00:00:00: So, ja, wie fangen wir an, Fabian?

00:00:00: Ja, das ist eine gute Frage.

00:00:00: Was macht denn für dich, ja, lass uns doch, wenn wir Thema Solo sind, was macht denn für dich ein gutes Solo aus?

00:00:00: Ganz simpel erstmal.

00:00:00: Das ist schon eine sehr gute Frage.

00:00:00: Das ist eine sehr gute Frage.

00:00:00: Also, auf alle Fälle macht es aus, dass du definitiv mehr als, wo ich würde mal sagen, 5, 6.000 Noten brauchst in dem Solo, ansonsten ist es kein gutes Solo.

00:00:00: Ja, genau.

00:00:00: Das habe ich mir gedacht.

00:00:00: Nee, es ist mehr.

00:00:00: Nee, es ist so folgendermaßen.

00:00:00: Für mich ist es ganz, ganz wichtig Energieaufbau oder dass das Händeln von Energie und von Spannungen.

00:00:00: Im Sinne von, ein Solo sollte eine gute Struktur haben, sollte gut organisiert sein, sollte ein Aufbau haben, eine Geschichte erzählen und nicht einfach irgendwie runtergespielt werden.

00:00:00: Das finde ich immer sehr schade, wenn ein Solo kein Hand und Fuß hat, wenn Läufe nicht zu einem Punkt geführt werden, wenn keine Dynamik dadurch entsteht, wenn, ich sag mal, kein Spannungsaufbau passiert.

00:00:00: Und da gibt es so viele tolle Möglichkeiten, wenn man genau so was machen kann, über die werden wir heute reden.

00:00:00: Und das finde ich immer sehr schade, wenn man einfach ein Solo zuvor sich hinplätschert und nichts wirklich Eigenes hat.

00:00:00: Wenn das nicht passiert, dann kälscht mich das von der emotionalen Seite aus auch nicht.

00:00:00: Aber wenn ein Solo gut strukturiert ist, wenn das Dynamik hat in Form von Energie, also ich bin ja eh mehr der energetische Fan.

00:00:00: Wenn es langsam anfängt, immer ein bisschen schneller wird oder dort irgendwie verschiedene Artenweisen reinbringt, wie es damit spielt.

00:00:00: Und wenn du merkst, okay, da hat sich jemand Gedanken gemacht mit Strukturaufbau, solche Sachen, dann finde ich das immer sehr, sehr schön an einem guten Solo.

00:00:00: Dann sind natürlich solche Dinge wie Technik und so weiter und sofort erstmal zweitrangig.

00:00:00: And nice to have, this is the sherry on top, wenn das Solo halt dann noch krasse Technik hat und auch gut performt wurde und exekutiert wurde.

00:00:00: Exekutiert?

00:00:00: Ja, ich glaube, das ist das Wort.

00:00:00: Exekution.

00:00:00: Exekuted.

00:00:00: Ich bin im Englisch ein Dritt, ich glaube, das ist das Richtige.

00:00:00: Ausgeführt.

00:00:00: Ausgeführt.

00:00:00: Ja, ausgeführt.

00:00:00: Das ist auch Deutsch.

00:00:00: Ausgeführt wird, genau.

00:00:00: Und die Ausführung, auch noch eine Einzel, ist dann sehr, sehr gut.

00:00:00: Aber der Inhalt, der muss natürlich stimmen.

00:00:00: Wie sieht es bei dir aus?

00:00:00: Ja, also ich finde in erster Linie ein gutes Solo macht aus, dass es zum Stück passt.

00:00:00: Das finde ich sogar noch viel wichtiger.

00:00:00: Da muss man auch wieder unterscheiden zwischen, sag ich mal, Instrumentalmusik oder Pop oder Rockmusik.

00:00:00: Das heißt, ich würde es hier echt sehr genre-spezifisch auch machen.

00:00:00: Wenn du jetzt einen schnellen Metal-Song hast, dann willst du jetzt natürlich auch Energie haben.

00:00:00: Da muss Power sein.

00:00:00: Das muss auch schnell sein, meiner Meinung nach, je nachdem wie der Song natürlich strukturiert ist.

00:00:00: Und in so einer Bluesnummer macht es keinen Sinn, jetzt unbedingt die wildesten Apädiots reinzuhauen.

00:00:00: Es ist wirklich sehr genre-spezifisch.

00:00:00: Aber ich sage, es sollte immer zum Rest des Songs gut passen.

00:00:00: So dass es Solo Sinn macht, dass es nicht so nach dem Motto "Jetzt kommt ein Solo", sondern eher "Das wertet den Song nochmal auf" anstatt ab.

00:00:00: Das finde ich wichtig.

00:00:00: Und vor allen Dingen, ja.

00:00:00: Das ist ein interessanter Punkt, weil es kommt auf die Struktur des Songs an.

00:00:00: Ich kenne Metal-Songs, wo im Song für sich ganz viel passiert.

00:00:00: Ganz schnell, ganz krass.

00:00:00: Und dann das Solo langsam und melodious ist.

00:00:00: Dann macht es wieder Sinn auch, weil es zusammenarbeitet.

00:00:00: Genau, es ist ein schöner, schöner, dynamischer Wechsel.

00:00:00: Es ist sehr stark beim Album von Apcidius, beim lieben Raphael Ruhilio, dass der ganz bewusst entschieden hat, okay, wir machen hier so technisch abgefuckte Musik.

00:00:00: Und die Solis sind alle, ich sage mal, anstatt von einem Strich eine einfache Soli.

00:00:00: Einfache Melodien, die aber interessant sind, lange gehaltene Töne, fusionmäßiger Approach.

00:00:00: Und das in den Metal-Kontexten egal.

00:00:00: Und auch andersrum, hast du gerade gesagt, dass man Blues-Kontext fährt, dann fährt man jetzt z.B.

00:00:00: irgendwie ein.

00:00:00: Ja, na klar.

00:00:00: Sobald man seine eigene hat.

00:00:00: Der hat eine mega, mega, ich sage mal, geschmacksvolle Diapetius da reinballert.

00:00:00: Ja, es kommt wirklich immer so ein bisschen drauf an.

00:00:00: Man kann das nicht so.

00:00:00: Aber ich finde, wie du auch schon gesagt hast, der Aufbau ist halt sehr wichtig.

00:00:00: Aufbau, spannende Namen.

00:00:00: Ich vergleiche das mal wie mit einem guten Film.

00:00:00: Ja, genau.

00:00:00: Wenn es jetzt technisch sehr anspruchsvoll ist, ist das geil.

00:00:00: Aber das hat immer so ein bisschen den Effekt, wenn du es jetzt nur ausschließlich machst, um dein Technik zu demonstrieren, hat es immer so ein bisschen den Effekt wie so ein Trailer.

00:00:00: Also nur die ganzen Highlights und alles drumherum.

00:00:00: Showcase.

00:00:00: Ja, Showcase.

00:00:00: Einfach nur, wo gezeigt wird.

00:00:00: Genau.

00:00:00: Hey, das ist das, was ich ...

00:00:00: Genau so andersrum, wenn nicht viel passiert und das nicht wirklich geil ist, ist es halt auch eher so ein bisschen Entspannungsmusik zum Wecknecken.

00:00:00: Verzeiht, wenn ihr im Hintergrund ein bisschen Geräusche hat.

00:00:00: Ich habe heute neue Gitarren bekommen.

00:00:00: Das heißt für die Katzen natürlich, sie haben ein neues Spielzeug, neue, ich sage mal, kattungslosere Reinschnee, rausspringen können.

00:00:00: Dementsprechend macht das auch gewisse Geräusche.

00:00:00: Also nicht, wenn ihr im Hintergrund so ein Ruscheln und Rauscheln und keine Ahnung was hört.

00:00:00: Ja, kommen wir nochmal zurück zu den Soli und nachher vor allem zu dem Improvisieren.

00:00:00: Weil ich finde, einer der größten Mythen in der Improvisation ist, dass man eine Improvisation, ich sage mal, anfangs Striche nicht trainieren kann.

00:00:00: Dass eine Improvisation dadurch passiert, dass man ein Backing-Track anmacht oder sich mit Leuten zum Jam trifft und einfach spielt.

00:00:00: Aber so verbessert man keine Improvisationen, sondern eine Improvisation kannst du ganz didaktisch und fachmethodig herangehen und auch, ich sage mal, ganz bewusste Parts in der Improvisation verbessern.

00:00:00: Ich sage immer, Improvisation ist der Spiegel deines unterbewussten Spielens.

00:00:00: Und was du nie aus Unterbewusstsein trainiert hast, das kann dann auch eine Improvisation nicht wiedergespiegelt werden.

00:00:00: Was würdest du denn sagen aus deiner Erfahrung als Pädagoge in den letzten Jahren?

00:00:00: Wo war denn immer die meiste Anlaufstelle beim Solieren und Improvisieren bei deinen Schülern?

00:00:00: Wo ist das meiste, wo du gesagt hast, da müssen wir rangehen oder was ganz oft vorkommt, wo du sagst, hier an dem Punkt müssen wir arbeiten.

00:00:00: Ja, also ich glaube, das größte Thema ist immer Rhythmik.

00:00:00: Merkst du auch bei mir selber, das ist so die größte Fallmauer oder wie man das auch nennen mag.

00:00:00: Du kannst ja, wenn jetzt jemand sagt, ich möchte besser improvisieren, hier ist ein Song, über den möchte ich spielen, sondern improvisiert er darüber, sage ich mal.

00:00:00: Und wenn jetzt jemand Anfänger ist, dann meistens mit einfachen pentatonischen Ideen, aber die können auch richtig geil sein, wenn der Rhythmus gut ist.

00:00:00: Und dann allein der Rhythmus, dass man dann sagt, okay, du übst jetzt tatsächlich vielleicht mal nur halben Noten zu spielen, mal für ein paar Minuten, um das zu kontrollieren.

00:00:00: Weil ich glaube, wichtig ist halt auch diese Kontrolle über die verschiedenen Rhythmen.

00:00:00: Das ist das Entscheidende.

00:00:00: Ja, also ich fand das ganz interessant, ich habe ja mal auf meinem YouTube-Kanal ein Interview mit Jack Gardner geführt, der ja auch ein ganz, ganz grandioser Improvisations-Sky ist.

00:00:00: Und er hat gesagt, der hat den Vorteil, aber ich habe ihn gefragt, warum klingt deine Improvisation immer so cool?

00:00:00: Was ist da dein Secret, dass das immer so gut klingt?

00:00:00: Und er hat natürlich auch gesagt, Moment, ich finde gar nicht, dass die immer so gut klingt.

00:00:00: Natürlich, er sieht das immer von einer anderen Perspektive aus.

00:00:00: Aber er hat gemeint, er glaubt, sein großer Vorteil ist, dass er schon mit einem sehr rhythmischen, ich sag mal, talenten Anführungsstrichen, schwierigst Wort, ich weiß, aber geboren ist, dass er immer schon schnell Rhythmus gut verstanden hat und Rhythmus gut kontrollieren konnte.

00:00:00: Und das damals, als er Unterricht bei Rick Graham hatte, Rick ihm gesagt hatte, hey du, mit der Melodie und so, du kommst manchmal auf merkwürdigen Tönen raus, aber es klingt immer geil, weil du halt immer voll im Packet bist, weil du halt immer mega gut im Timing drin bist.

00:00:00: Und du, Rhythmus, gutes Timinggefühl kann vieles, was in der Melodie oder auch in den Skills, auf technischer Natur fehlt, wieder gut machen, weil du halt, wenn der Rhythmus stimmt, das ist schon mal halbe Miete.

00:00:00: Das ist generell in der Musik so.

00:00:00: Wenn der Rhythmus funktioniert, dann sind andere, ich sag mal, Fehler eher verziehen, als wenn der Rhythmus nicht stimmt.

00:00:00: So, es ist genauso wie in der Rhythmusgitarre ja auch, du kannst mal gut einen Akkord daneben greifen oder mal einen Barrikord nicht richtig sauber greifen, aber wenn dein Strumming gut ist, dann merkt das keiner, also dann juckt es keiner sau.

00:00:00: Ich meine, du kannst es ja direkt schon sehen, auch jetzt jemand, der, sag ich mal, jetzt ein Jahr Gitarre spielt, also ein Anfänger ist, und der begleitet ein Song mit derselben Rhythmik, wie jetzt sage ich mal jemand, der 20, 30 Jahre Gitarre spielt damit.

00:00:00: Ist ein Unterschied, sag ich mal, nachdem sie den selben Song spielen, aber weil das Timing halt ein ganz anderes Bewusstsein ist.

00:00:00: Ihr habt es jetzt gerade eben schon mal kurz gehört, wir haben unsere Gitarren tatsächlich angeschlossen, weil wir eventuell ein paar Beispiele auch zeigen wollen.

00:00:00: Genau.

00:00:00: Wir hoffen, dass das alles so weit funktioniert hier.

00:00:00: Aber dann komme ich mal zur ersten Sache, Fabian, weil ich habe das gemerkt, als wir gejampt haben beim "Liebenhorst Keller".

00:00:00: Rhythmik ist auch, oder die Kontrolle über den Rhythmus ist auch in der Improvisation immer noch so meine größere Schwachstelle, wo ich merke, ok, fliege ich gerne schnell raus, oder ich werde schnell, sehr gerne schnell unsicher.

00:00:00: Wenn ich merke, ohne Line hat jetzt nicht richtig auf der Eins angefangen, wo ich es eigentlich anfangen wollte, oder war irgendwie so ein bisschen wischi-waschi daneben, man merkt dann, man hat die Kontrolle nicht über dem, was man da tut.

00:00:00: Was sind so deine Übungen oder Herangehensweisen, wenn es darum geht, Rhythmik in der Improvisation zu verbessern?

00:00:00: Das erste, was ich machen würde, ich würde mir zum Beispiel irgendwie ein Schlagzeug, ein Schlagzeugbruder, ein Drumloop suchen und dann halt ganz bewusst bestimmte Rhythmen anspielen.

00:00:00: Und wirklich eine längere Zeit üben, auch ganze Noten, ganz wichtig, auch wenn man denkt, ja, ich spiele eine Note pro Tag, aber die Note muss wirklich ausklingen.

00:00:00: Die muss klingen wie eine ganze Note, dasselbe bei halben Noten, bei Vierteln.

00:00:00: Und das würde ich eigentlich im Grunde genommen ganz simpel über so ein One-Cord.

00:00:00: Ich bin ein großer Freund von One-Cord Vamps, ein Akkord, damit man da nicht zu viel Information hat.

00:00:00: Am besten sogar nur ein Paddle-Tone, damit du da, sage ich mal, vom Tonmaterial her relativ flexibel bist und dann halt versuchst, wirklich nur auf die Rhythmik zu achten.

00:00:00: Ganz entspannt.

00:00:00: Ich glaube, das hilft mir am meisten, wenn ich das erstmal so angehe.

00:00:00: Das heißt, ich spiele jetzt mal nur, auch wenn es nur Viertelnoten sind, aber ich versuche mal wirklich über eine Minute mit Viertelnoten umgehen zu können.

00:00:00: Das heißt zum Beispiel auch, um das Sport sozusagen improvisieren, das heißt, irgendwas Interessantes aufzugestalten.

00:00:00: Und hinterher ist dann die Kombination, dass man sagt, okay, ich nehme jetzt mal eine Viertel und eine Achtel und eine Pause.

00:00:00: Und dann baue ich mir so kurze Elemente und damit versuche ich erstmal ein bisschen Musik zu machen.

00:00:00: Wenn es dann nicht gut klingt, dann bin ich verantwortlich dafür, weil die Notenwerte machen schon Sinn.

00:00:00: Ja, das ist ein guter Punkt, was du gesagt hast, lasst die Noten ausklingen.

00:00:00: Das ist auch etwas, was ich in der Uni irgendwie gecheckt habe, als ich dann mal mit Gagern oder mit Blaisern zusammengespielt habe, weil die trainieren ganz genau, dass zum Beispiel eine Achtelnote auch wirklich eine Achtelnote ist, eine Viertelnote wirklich eine Viertelnote ist und nicht irgendwie eine Viertelnote, eine Achtelnote und eine Achtelpause ist.

00:00:00: Und wie geht das jetzt mir vergessen, das schnell?

00:00:00: Das habe ich dann gemerkt bei so Unisono-Passagen, wo ich selber dann bei Achtelnoten oder ich sollte eine Viertelnote spielen und ich war viel früher fertig als die anderen, weil ich die halt nicht ausklingen habe lassen, so weil ich daraus nicht wirklich eine Viertelnote gemacht habe.

00:00:00: Bei anderen Instrumenten wird da viel mehr Wert draufgelegt.

00:00:00: Bei uns Gitarren sollte da auch mehr Wert draufgelegt werden, dass man wirklich weiß, okay, spiele ich jetzt gerade wirklich Viertel oder spiele ich punktierte Achtelnote und eine Sechzehntelpause aus?

00:00:00: Das selbe ist übrigens, womit ich eher so schwierig gerade mit diesen technischen Sachen, wo du dann deutlich versiert bist.

00:00:00: Gerade beim Picken ist es ja auch so, du solltest ja, wenn du eine Sechzehntelnote hast, die auch nicht länger klingen lassen, weil dadurch hast du vielleicht so enkrone Hände, damit fängt es ja auch schon an.

00:00:00: Rechts und links und das genauso zu üben, dass man halt die kurzen Werte auch wirklich in der bestimmten Zeit spielt, mit den richtigen Abständen.

00:00:00: Da spricht man dann wieder so ein bisschen über Mikrotiming und deswegen je besser du die normalen Notenwerte beherrschst, vom guten, von mir ist es auch langsam Tempo, 60 und da wirklich versuchst du gut wie möglich zu spielen, musst du es aber auch andersrum in den schnellen Tempi halt von der anderen Sichtweise üben.

00:00:00: Ja, genau.

00:00:00: Also generell, man kann sagen bei einer Improvisation, dass man, das ist ähnlich wie beim Sprechen, das ist ähnlich wie mit anderen, oder ich vergleiche das auch ganz gerne mit einer Improvisation wie bei Marshall Arts zum Beispiel.

00:00:00: Ich habe ja mal eine zeitlange Tech Vando gemacht, bis zum gelben Gurt tatsächlich, ich glaube, 1,5 Jahre oder so.

00:00:00: Aber ein Freund von mir macht sehr, sehr viel Tech Vando und ist auch bei Turnieren uns unterwegs und ich habe letztens mit ihm mal darüber gesprochen und im Marshall Arts zum Beispiel ist es so, dass du deine Schläge und deine Tritte oft auch ganz langsam trainierst, wie so ein Tanz.

00:00:00: Wirklich du hast, im Tech Vando hast du zum Beispiel so genannten Pomsen, das ist so eine Art Tanz, ganz langsame Ausführung von Schlägen und Tritten, die aber ganz genau geplant sind.

00:00:00: Was ist dafür da, dass du dann halt einfach die Kontrolle in der Situation des Kampfes hast und dann unterbewusst oder schnell entscheiden kannst, ich nehme jetzt den Schlag oder ich rege jetzt so auf sein Tritt oder ich nehme den Tritt.

00:00:00: Und was selbst bei der Gitarre, sich hinzusetzen und einfach Backing Track anmachen, improvisieren, verbessern, keine Improvisation, sondern was eine Improvisation verbessert ist, Backing Track anmachen und sich zum Beispiel ein Ziel setzen, sagen, okay, ich habe jetzt hier dieses eine Lick, ich versuche jetzt mit dem einen Lick 3 Minuten lang mal was Gutes zu machen, sondern wirklich eine Kontrolle über dieses eine Lick zu bekommen, dass ich ganz genau weiß, wo und wie ich das Anset anwende.

00:00:00: Oder ich versuche diesen Parameter jetzt mal ganz bewusst zu trainieren in Form von einer Improvisation.

00:00:00: Das heißt, wie du gerade gesagt hast, 3 Minuten lang ganze Noten spielen, 3 Minuten lang Viertelnoten spielen.

00:00:00: Dass man so diese einzelnen Parameter, die letzten Endes unter unser unterbewusstes Spielen beherrscht, auch einzelne trainiert und dadurch automatisch seine Improvisation trainiert.

00:00:00: Weil das ist wie gesagt, glaube ich, so ein ganz, ganz, ganz klassischer typischer, ich sage mal anführungsgericht ein Anfängerfehler, dass man diesen Narrativen, diesen Glauben hat, okay, Improvisation trainieren bedeutet, ich mache Backing Track an und spiele halt einfach.

00:00:00: Das macht keinen Sinn.

00:00:00: Das ist ja genauso wie das Griffbrett üben, das kannst du ja super verbinden auch.

00:00:00: Zum Beispiel über Changes übst, dass du sagst, okay, ich nehme nur ganze Noten, ich habe noch ein bisschen Zeit.

00:00:00: Aber dann machst du halt diese Scale Exercise, wo du dann auf dem Wechsel halt genau weißt, okay, da ist eine ganze Note, habe ich Zeit.

00:00:00: Aber welcher Ton würde jetzt theoretisch kommen über den nächsten Akkord, der eigentlich nicht in der Tonleite ist?

00:00:00: Und wenn du solche Sachen übst, geht das ja in diese passiven Skills auch über.

00:00:00: Und dann kommt der Moment, wo du vielleicht nicht mehr so viel nachdenken musst, sondern dir mehr Gedanken machst, wie frasierig den Ton, was ist jetzt gute Frasierung?

00:00:00: Nutzen Hammer und Slide, Bending und so weiter und so fort.

00:00:00: Dann kann man sich vielleicht auch auf diese Elemente so ein bisschen konzentrieren.

00:00:00: Da übrigens auch, sorry bei, gerade wenn du jetzt zum Beispiel so ganze Noten, ich habe es vielleicht schon an der Ober-… beobachtet, die sagen dann ganze Noten, okay, und schlagen den Ton dann so an.

00:00:00: Okay, dass jetzt so keine gute Musik entstehen kann, ist klar.

00:00:00: Aber überleg doch vielleicht, vielleicht machst du ein bisschen Slide, so eine Grace-Note, dass du kurz vorher anschlägst, Bending und so weiter, nicht bei jedem Ton, aber dass du dann halt versuchst, mit den ganzen Noten zu arbeiten.

00:00:00: Und das kannst du dann sehr gut formen, wenn du es ein paar Minuten machst.

00:00:00: Von mir aus am Anfang nur den Ton ganz random anschlagen, genau auf den Punkt, aufs Timing achten und dann hinterher, okay, wie kann ich das Ganze ein bisschen musikalischer machen?

00:00:00: Ja, das finde ich ganz gut, die erklären mit den aktiven und passiven Skills, dass wir versuchen wollen, aus allen aktiven Skills irgendwann passives Skills zu machen, dass wir nicht mehr über die nachdenken müssen.

00:00:00: Letztens, auf der Bühne sollte dann der Kopf auch aus sein.

00:00:00: Also, bzw.

00:00:00: der Kopf sollte an sein und man sollte sich überlegen, das ist aber ein hübsches Schnäckchen der ersten Reihe.

00:00:00: Wenn wir mal realistisch sind, ist das eher ein hübscher Typ der ersten Reihe.

00:00:00: Warum, dem haben Sie sich davon schön wart hat.

00:00:00: Ja, dieser Plaut sei, ja, mehr, mehr.

00:00:00: Nee, aber genau, dass wir mehr und mehr unser Skillset ins Passive bringen, anstatt aktiven zu haben, wo wir ständig drüber nachdenken müssen.

00:00:00: Also, wie bei den Rollenspielen.

00:00:00: Fabian ist ja jetzt mittlerweile auch in Eldenring und so angekommen.

00:00:00: Auf jeden Fall.

00:00:00: Wir wollen mittlerweile wieder ...

00:00:00: Ach, Schlacht und Mittel-Erd, aber wie heißt das Spiel noch mal?

00:00:00: Ach so, ja, nicht Schlacht, du meinst, hier Mordor, Schatt, Ach, das Ruhl ...

00:00:00: Ja, doch, genau, genau, zum dritten Mal übrigens.

00:00:00: Aber da hast du ja auch, wie soll ich spielen, hast du ja auch immer, deine aktiven Skills und deine passiven Skills.

00:00:00: Und wir wollen versuchen, die Improvisation, die passiven Skills, die halt immer abrufbereit sind, dass wir das halt haben.

00:00:00: Und dasselbe ist es halt auch mit der Technik.

00:00:00: So, warum übe ich so viel Technik auch, weil ich halt in der Lage sein möchte, einfach in so gut wie jeder Situation einen schnellen, guten Lauf hinzukriegen.

00:00:00: Genau, und das muss man nicht kriegen.

00:00:00: Und dann mache ich auch nur genau das, dass ich mir ein Backingtrack anmache und sage, okay, ich habe jetzt einen ganz bestimmten Lauf, der besteht aus so und so viel Tönen.

00:00:00: Lass uns mal keine Ahnung, was 16.

00:00:00: Triolen kompletten Takt sind.

00:00:00: Wie viele Töne sind denn das?

00:00:00: Nr.

00:00:00: 24 Töne?

00:00:00: Warst du das, was ...

00:00:00: - Musste dann natürlich planen, ne?

00:00:00: 24, genau, 24 Töne, sagen wir mal 24 Töne.

00:00:00: Und dann, dass ich zum Beispiel in den Lauf hingehe und sage, okay, ich dring mir jetzt erst mal, dass ich auf der 1 anfange und auf der nächsten 1 wieder rauskomme.

00:00:00: Und dann trainiere ich aber mal, dass ich auf der 2 anfange, auf der 2 und anfange.

00:00:00: Lass uns mal ganz verschiedene anfangen.

00:00:00: Oder, dass ich zum Beispiel mir einen Zielton setze, ich sage mal jetzt zum Beispiel die Terz von einem jeweiligen Akkord und sage, okay, ich möchte vorher immer einen Lauf kreieren, der auf der 2 und anfängt und der immer auf der Terz vom nächsten Akkord endet.

00:00:00: So, dass ich mir halt zum Beispiel einen startenden Zielpunktsetze und dann in der Lage sein möchte, dazwischen das halt so gut es geht ausfüllen zu können.

00:00:00: Ja, das finde ich, das ist zum Beispiel für Technik.

00:00:00: Ich glaube, du musst auch, wenn du solche geplanten Läufe spielst, also sogenannte geplante Läufe, du musst die einfach so einstudiert haben, weil ansonsten ist es gut Glück, ne?

00:00:00: Auf Glück sollte man bei solchen Dingen ...

00:00:00: Ich meine, es ist auch manchmal gut, einfach mal wirklich komplett auszuschalten, was Neues zu probieren.

00:00:00: Aber gerade solche Sachen, die klingen dann etwas holprig, wenn die dann in die Hose gehen, ist nicht so cool.

00:00:00: Was ich ganz gerne dann mache, das ist so ein Tipp, den ich von Martin bekommen habe, ich glaube, das hat er auch erwähnt, als wir ihn hier mal, weil wir haben mal mit Martin das Volumen Improvisation auch gemacht, der die noch nicht gehört hat, auf alle Fälle mal reinhören, dass man, wenn du zum Beispiel zwei Situationen hast, die eine Situation, das du improvisierst halt gerade über ein Backing-Track, das kann man ja auch ruhig machen, das ist ja nicht verboten, sich ein Backing-Track anzumachen und rüber zu jammen, mache ich auch ganz gerne.

00:00:00: Aber wenn du merkst, okay, du hast jetzt gerade ein Lick gespielt, das ist neu, das kennst du jetzt nicht so sehr, dass man dann sofort stoppt und sich anschaut, was habe ich jetzt gerade gemacht?

00:00:00: Okay, hier habe ich Terz, Quinte und bin dann String Skip auf den Grundhund gegangen.

00:00:00: Oder hier habe ich die und die Töne ausgespielt, dass man mal das ins Detail analysiert und dann einen daraus einen weiteren Schritt macht, zu dem ich gleich kommen möchte.

00:00:00: Die zweite Sache ist aber auch, dass wenn ich zum Beispiel improvisiere und ich was mich verspiele und merke, oh, gerade hat was nicht funktioniert, dass ich auch stoppe und analysiere, warum hat das nicht funktioniert.

00:00:00: Sondern dass man dann direkt den anstatt zu sagen, ich spiele einfach weiter und es wird schon irgendwie klappen.

00:00:00: Ich meine, man ist ja nicht in einer Live-Situation, ja, in einer Live-Situation, kannst du nicht hingehen und sagen stop, stop, stop, stop, stop, ihr Band macht mal kurz.

00:00:00: Ich muss kurz gucken, warum das der Petion nicht geklappt hat, das geht da natürlich nicht.

00:00:00: Aber zu Hause in der Übel-Situation geht das natürlich.

00:00:00: Und das finde ich da auch sehr wertvoll, dass man dann direkt das analytische Auge drauf wirft und guckt, okay, warum hat das jetzt nicht geklappt.

00:00:00: Absolut.

00:00:00: Und ich finde auch gerade Thema Improvisation, man sollte vielleicht erstmal, es ist eine gute Sache, wenn du in einem bestimmten Bereich improvisieren willst, dass du dir da erstmal vielleicht eins ausdenkst, ich sage mal, ein Solo komponierst, dass du alle Freiheiten nutzt und durch dieses Komponieren werden ja auch noch ganz andere Zellen angestoßen.

00:00:00: Und dadurch kann das die Improvisation auch verbessern, wenn du ganz viel komponierst, weil Improvisation ist der Komposition in Echtzeit, wenn man vorher noch nie groß komponiert hat, es wird dir das schwerfallen, auch zu improvisieren.

00:00:00: Klar, klar.

00:00:00: Und natürlich auch sehr viel Inspiration, das finde ich auch sehr wichtig, sei es von Gitaristen, sei es von anderen Instrumenten, von bestimmten Songs, kurze Elemente einfach übernehmen, kurze rhythmische Elemente vielleicht, und das versuchen zu üben halt.

00:00:00: Genau.

00:00:00: Was mir viel geholfen hatte, deswegen, ich muss mal kurz das Mikrofon weglängen, damit ich gleich die Gitarre benutzen kann.

00:00:00: Was mir viel geholfen hatte ist, ich hatte ja an der Uni, hatte ich ja mal ein Semester Hauptfach beim Bassisten.

00:00:00: Ich habe da kein Bass gelernt, sondern ich habe Bass-Improvisation gelernt, weil das ist normal ein deutlich interessanterer Approach als wir Gitaristen, weil die ja deutlich limitierter sind mit ihren vier Seiten, oder sieben, je nachdem welchen Bassist man da hat, aber in den meisten Fällen ja vier Seiten.

00:00:00: Und die deutlich strukturierter an Improvisationen rangehen müssen, aufgrund von dieser Lektierung, die können halt nicht so rumnudeln, wie wir Gitaristen, sag ich mal.

00:00:00: Und da habe ich halt zum Beispiel viel über den Bereich Motivik gelernt.

00:00:00: Und das ist das, was ich vorhin meinte, wenn ihr eine Idee habt, die ihr geil findet, die aber neune Improvisation ist, stoppt.

00:00:00: Nehmen wir mal an, zum Beispiel ihr habt über einen D-Dur-Akkord, habt ihr einen Misonenlick gespielt, irgendwie Terz, Quarte, Octave jetzt zum Beispiel, und dann geht es hin und überlegt, okay, wie kann ich aus diesem kleinen Motiv, wie kann ich daraus jetzt mehr machen?

00:00:00: Wie kann ich das zum Beispiel über andere Akkordfolgen aufbauen, wenn man jetzt zum Beispiel eine Akkordfolge wie kann ich auch mal sagen, D-Dur, A-Dur, D-Dur, etwas ganz Simples, und dann eben schaut, okay, wie kann ich, das habe ich hier, Terz, Quarte, Grundtun, okay, das war jetzt ganz gut, das ist gut.

00:00:00: Ja, aber die Idee.

00:00:00: Wir müssen in der Tone leider bleiben, also auch natürlich die übermäßige Quarte über den G benutzen.

00:00:00: Ne, aber zum Beispiel, wie kann ich eine Motivik daraus bauen, wie kann ich eine Motivik immer weiter ausbauen?

00:00:00: Das erste Sachen hat mir so viel geholfen, auch in der Improvisation, dass man nicht eine Sache hat, die man ganz oft hat, wenn man anfängt mit Improvisieren, man spielt ein Lick, und dann spielt man das nächste Lick, und dann spielt man den nächste Lick, und dann spielt man den nächste Lick, und dann fehlt wieder der rote Faden, dann fehlt wieder dieser Aufbau und diese Struktur.

00:00:00: Scott Henderson hat mal in einem Workshop gesagt, wenn du was spielst, worauf du keine folgende Antwort hast oder was du nicht weiter aufbauen kannst, dann spielst du nicht.

00:00:00: Just on plate.

00:00:00: Weil dann fällst du halt in diese Falle, dass du Lick spielst, dann irgendwas anderes.

00:00:00: Man kann ja auch als Call-and-Response gut funktionieren, weil man es kontrollieren kann, so ist es nicht.

00:00:00: Aber es ist natürlich ganz, ganz klassischer Fehler.

00:00:00: Man spielt ein Lick, dann spielt man was anderes, dann spielt man wieder was komplett anderes, und wieder was komplett anderes, dass man das so ein bisschen erwoidet.

00:00:00: Ja, genau, oder dass du halt denselben Rhythmus wieder nimmst, und du dann so irgendwie ...

00:00:00: Moment.

00:00:00: Du bist da dann halt weiterführst.

00:00:00: Genau, motivisch kann man ja auch auf einer melodischen Ebene, aber auch auf einer rhythmischen Ebene stattfinden.

00:00:00: Genau, 100 Prozent.

00:00:00: Das finde ich richtig, und das kannst du halt auch super gut üben.

00:00:00: Selbst wenn du sagst, okay, über die Changes ist mir das jetzt noch zu schwer, dass du es erst mal auf einem Akkord eine längere Zeit verstärkst.

00:00:00: Genau, aber halt über die Tonleiter verstärkt.

00:00:00: Ja, ja, na klar, natürlich.

00:00:00: Man kann es da auch immer, wenn man merkt, okay, jetzt ist gerade ein ...

00:00:00: es gibt ein Punkt, ein Parameter, der mir jetzt gerade zu schwer ist, wie okay, das ist nicht zu viel Akkordwechsel, dann macht es euch da ruhig einfacher.

00:00:00: So ist es ja nicht wichtig, dass ihr den Grundkern-Element von dieser Melodie findet und daraus mehr aufbauen könnt und mehr machen könnt.

00:00:00: Was ich auch immer schön finde, ein Tipp, den ich bekommen hatte in der Uni oder eine Approach, den ich echt gerne benutze, wenn es generell um Aufbau und Struktur in einem Solo geht, weil es jetzt wirklich mal um einen kompletten Aufbau geht, ist, ich nehme mir zur Übung zum Beispiel letzten Backingtrack, wo ich weiß, ich sag mal, da gibt es vier Durchläufe.

00:00:00: Vier Durchläufe, sagen wir mal acht Takte oder so.

00:00:00: Und dann nehme ich mir ein Blatt Papier und zeichne mir quasi einen Koordinatenkreuz auf, was diese vier Durchläufe repräsentiert.

00:00:00: Und dann mache ich mir quasi wie einen Spannungsbogen, baue ich mir rein.

00:00:00: Dass ich halt zum Beispiel sage, die, ich muss aufpassen, wenn man Y-Achse war, die die Horizonteil war und X-Achse war, die die Vertikal war, oder?

00:00:00: Korrigiert mich, wenn ich mal...

00:00:00: Kann sein, kann sein.

00:00:00: Mathe war auch niemals.

00:00:00: Sie geht es ja auch nicht, wir sind ja auch nicht im Mathe-Podcast, wir sind ja mit einem Glöck nicht.

00:00:00: Aber auf alle Fall, dass du in der Vertikal, also das, was von oben nach unten gehst, und deinem Grafen hast du die Spannung, also je weiter oben deine Linie ist, desto spannungsreicher ist es, wie sich das Äußert wird, gleich nachzukommen.

00:00:00: Und von links nach rechts hast du quasi den Zeitspannung.

00:00:00: Also fängst du ganz am Anfang, ist quasi Anfang des ersten Durchlaufs und dann am Ende ist die letzte Note vom letzten.

00:00:00: Und das Geile ist, du kannst ja wirklich so mehrere Diagramme machen und das ganz gezielt üben.

00:00:00: Die Steigerung muss ja nicht nur rhythmisch sein, kann ja auch harmonisch, dass du disharmonische Sachen mit drin hast und das, was ich auch noch auf die Haufe raus wollte, ist, dass zum einen du kannst ganz viele verschiedene Diagramme machen, du kannst so ein bisschen, im Film gibt es zum Beispiel auch so ein Spannungspunkt, zum Beispiel ganz James Bond ist ein ganz bestimmtes Thema, James Bond beginnt wohl immer mit einer Explosion, also jetzt nicht eine Explosion, aber halt mit immer was Spannungsreiches.

00:00:00: Irgendwas passiert immer am Anfang von James Bond.

00:00:00: Verfolgungsjagd, Schießerei, Explosion, der Bösewicht, macht was, geht dann ein bisschen runter und baut sich dann wieder auf.

00:00:00: Und so mache ich dann auch ganz gerne mein Soli, dass ich mit was Spannungsreiches anfange, das runterbauen, dann wieder zu einem Höhepunkt aufbauen, oder man fängt ganz unten an und baut bis komplette Solo was auf, oder man macht ganz random was rein.

00:00:00: Und genau, wie du gesagt hast, das kann man mit verschiedenen Parametern üben.

00:00:00: Das kann man mal machen mit, okay, der Graf soll jetzt die Dichte der Noten darstellen.

00:00:00: Das heißt, wenn was ganz oben ist in der Vertikalen, dann sind das ganz viele Noten, und wenn das nach unten geht, dann sind es wenige Noten.

00:00:00: Man kann es mit Dynamik machen, mit Lautstärke.

00:00:00: Was ganz oben ist, ist ganz laut, wird leiser, geht wieder lauter.

00:00:00: Man kann es mit, ich sag mal, Spannungsreichen, harmonischen Strukturen machen.

00:00:00: Was ganz oben ist in der Linie, ist dann Outside gespielt.

00:00:00: Ganz viele Noten reinbringen, die nicht zu Tonleiter gehören.

00:00:00: Und wenn es runtergeht, gehen wir wieder ein bisschen mehr Tonal rein.

00:00:00: Da kannst du mit allem, jedem Parameter, kannst du damit spielen.

00:00:00: Und das Geile ist, du kannst sehr kreativ damit werden.

00:00:00: Du könntest ja auch zum Beispiel sagen, du willst bestimmte Charaktere einfach darstellen.

00:00:00: Nimm mal irgendein Charakter, den du dir jetzt terminiert hast, oder was weiß ich.

00:00:00: Und hast du dir einen Vorstellst, wie kriege ich den jetzt, wie kriege ich das hin?

00:00:00: Ey, das ist eine gute Idee.

00:00:00: Das ist ganz lustig eigentlich, dass du dir einen Vorstellst, okay, oder R2D2, oder...

00:00:00: *Wau* Keine Ahnung, dass du dann versuchst halt, ja, ist vielleicht ein bisschen sehr abstrakt, aber manchmal kann so was...

00:00:00: Nee, aber hey, warum nicht?

00:00:00: Ich meine, wenn diese Folge rauskommt, dann, ich muss kurz mal planen, dann kam noch nicht die Folge mit Abi von Reinigshausen raus.

00:00:00: Ja, okay, okay.

00:00:00: Das ist dann die, die dann nachkommt, glaube ich.

00:00:00: Ich glaube ja.

00:00:00: Aber vielleicht war die auch schon draußen, aber in der Abi von Reinigshausenfolgen haben wir ja auch über so abstrakte Strukturen, wie man das Instrument erlernt kann, gesprochen.

00:00:00: Aber nee, gute Idee, weil jetzt zum Beispiel wenn du sagst, okay, wie würde man den Terminator als Improvisation darstellen, dann würde ich mir, dann würde ich an was denken, was...

00:00:00: Oh, da war so ein Mikrofon bewegt sich, an was denken, was langsam zwar ist, weil jetzt gerade der T100 vom Arnold-Sprachs-Soldiergespiel ist ja nicht...

00:00:00: 1000?

00:00:00: Nee, der T1000 ist der von...

00:00:00: Nee, der T1000 ist der andere, stimmt, du hast recht, ja, ja, ja.

00:00:00: Vom zweiten nervöser Wicht.

00:00:00: Aber zum Beispiel der Aniterminator, das ist ja schon jemand, der langsam ist, aber kraftvoll.

00:00:00: Und wenn der zuschlägt, dann richtig, das ist eine langsame Gefahr.

00:00:00: Also irgendwas langsamer, aber dann immer wieder ein schnelles Lieg reinbringen, immer...

00:00:00: *Papapau* Wenn dessen so den Terminator 2 T1000, glaube ich, dann...

00:00:00: Der T1000 ist böser.

00:00:00: Das ist ja jemand, der rennt, der schneller ist, und der immer hinterher ist, der nie aufhört.

00:00:00: Das ist dann wie so ständig schnelle Läufe.

00:00:00: Das ist eine geile Idee.

00:00:00: Oder auch Verhaltensweisen, zum Beispiel schüchtern, aufdringen lächeln.

00:00:00: Genau.

00:00:00: Und ich meine, so was kann man ja auch dann übertragen.

00:00:00: Und das kannst du dann genauso mit Natonleiter üben, mit einzelnen Tönen und das...

00:00:00: Also ich glaube, das ist ganz cool.

00:00:00: Da kannst du echt...

00:00:00: Oder Tiere, stell dir ein Tier vor, okay, welches Tier willst du emittieren?

00:00:00: Nicht von den Geräuschen, sondern auch von den Verhaltensweisen.

00:00:00: Genau, genau, genau, genau.

00:00:00: Und das geht jetzt nicht darum, dass wenn du Katzen emittierst, dass du dann...

00:00:00: - Nein, natürlich nicht.

00:00:00: - ...nachdenklich machst, aber dass du halt das verhaltenweise keine Katze ist.

00:00:00: Faul, aber kann auch super schnell sein.

00:00:00: Wo sind meine?

00:00:00: Wo sind Ingwie?

00:00:00: Ingwie?

00:00:00: Na, kommen sie irgendwo?

00:00:00: Ich weiß es nicht.

00:00:00: Verstecken sie sich in irgendjemanden Kiste.

00:00:00: Aber genau, das...

00:00:00: Ah, doch, da kommt er.

00:00:00: Da klart er auf.

00:00:00: Hallo, Ingwie.

00:00:00: Das Ingwie hat zum Beispiel ein Verhalten, das er immer kommt, wenn man ihn nicht durchführt, dass er musikalisch umsetzen.

00:00:00: Ja.

00:00:00: Nee, aber hast du vollkommen recht.

00:00:00: Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man sich da ausleben kann, wenn es so ein wichtiges halt, dass man sich mal auf eine Sache fokussiert.

00:00:00: Ja, ja, ja, ja, das unbedingt.

00:00:00: Aber ich sag mal, das gibt einem ja auch dann...

00:00:00: Immer wieder, weil Improvisation ist ja immer wieder was Neues, entdecken auch.

00:00:00: Und so kannst du ja auch kreativ sein, dass du sagst, okay, du stellst dir das und das Szenario vor und das versuchst da abzubilden.

00:00:00: Natürlich klappt das nicht immer direkt, aber wenn du es bewusst übst, dann ist das ein bisschen...

00:00:00: Vielleicht hilft das dem Spiel, das Spiel so ein bisschen frischer zu gestalten auch, ne?

00:00:00: Ja.

00:00:00: Das, was ich vorhin gemeint hatte mit dem Grafen zum Beispiel, das sollte man dann zum Beispiel fangen, ich fange dann irgendwann auch an, ohne dass ich mir den Grafen vormahle, aber dass ich in der Lage bin, gedanklich in meinem Kopf ungefähr eine Gruberichtung für mein Solo zu haben und das dann versuchen zu verfolgen und befolgen.

00:00:00: Es hat mir damals viel geholfen, als ich dann auf Jam Sessions in der Uni war.

00:00:00: Und dann zum Beispiel hatte ich mal eine Situation, wo ich nach einem Saxophonisten gespielt habe.

00:00:00: Und der Saxophonisten hat ein Killer Solo abgefahren, also, ich spiel laut, ganz aggressiv, schnell.

00:00:00: Und danach komme ich mit meiner Jazz-Gitarre ohne Verzerrung und dachte mir, okay, ich kann halt jetzt einfach kein...

00:00:00: oder ich muss den Mikro wieder weglegen, ich kann halt jetzt einfach kein...

00:00:00: Ah ja.

00:00:00: Whatever Solo spielen, weil ich habe halt keine verzerrte Gitarre, ich habe ein Clean Sound und dann dachte ich mir, okay, ich mache mir jetzt auch nicht den Stress, der hat ja gerade eh total wegbombardiert.

00:00:00: Also mache ich nur...

00:00:00: Ja, siehst du?

00:00:00: Genau.

00:00:00: Irgendwas smoothes, was langsamer ist, und konnte mich dann auch dementsprechend schnell entscheiden.

00:00:00: So, weil ich wusste, okay, ich mache jetzt absolut gar keinen Sinn für den Song, für die Improvisation, wenn ich versuche jetzt hier ja Petius rauszupallern, weil es klanglich eh nicht geht, weil ich habe eine Fette Jazz-Gitarre und nur irgendwie ein Clean Sound, okay, ich spiele Melodie, aber ich spiele dann irgendwie interessante Melodien zu.

00:00:00: Ja, und auch nicht nur das, du hast ja auch einen Kontrast gegeben, und das finde ich auch wichtig, auch bei Improvisation.

00:00:00: Er hat jetzt total abgelädert und gezeigt, sagt mal, was er die ganze Zeit gewübt hat, und du versuchst halt dann, das Gegenteil so ein bisschen zu machen, das ist dann auch wieder charmant auf der anderen Seite, weil du halt nicht versuchst, okay, wir versuchen jetzt hier uns zu betteln, was ja eh schwachsinn ist, meiner Meinung nach.

00:00:00: Im gewissen Alter ist das noch okay, weil jeder hat ja auch seine eigene Stimme, das darf man ja auch nicht vergessen.

00:00:00: Es ist zum Beispiel auch ein ganz interessanter Punkt bei Eternity’s End, meine Technical Modern Racer X-mäßig Power Metal Band.

00:00:00: Das ist der Christian, dass ich da auch immer gucken muss, wie kann ich einen Kontrast zu Christian Soli produzieren, weil der Christian schreibt seine Soli auch immer vor meinen Soli, meistens.

00:00:00: Und dann gucke ich da zum Beispiel, okay, Christian hat jetzt diesen, diesen Approach gemacht, und ich versuch dann auch ganz bewusst in eine andere Richtung zu gehen.

00:00:00: Ein gutes Beispiel ist der Song Arcturus Prime zum Beispiel.

00:00:00: Da spielt der Christian ein sehr, ich sag mal, typisches Schredd-Solo.

00:00:00: Ein sehr cooles Schredd-Solo auf alle Fälle, aber er hält sehr klassisch aus der Schule.

00:00:00: Und ich sollte dann halt spielen, auch über die Akkorde, die sind natürlich da, ganz zum Tiefen, ich bin jetzt in Stande gestimmt, aber sind halt A, F, G, A.

00:00:00: Ganz klassische Akkordfolge.

00:00:00: Und dann dachte ich mir, okay, ich habe zwei Möglichkeiten.

00:00:00: Ich kann jetzt auch wieder in die selbe Schreddbox gehen und einfach schnell Licks einhauen, oder ich mache ...

00:00:00: ...

00:00:00: den bluesigen Touch halt rein.

00:00:00: Ich habe dann gesagt, okay, ich will einen Kontrast haben.

00:00:00: Christian hat vorher seine Patiots und seine Tapping-Sachen und alles gemacht.

00:00:00: Ich hau da halt jetzt mal die Blues-Kurz rein.

00:00:00: Genau, oder generell spielt es halt ein völlig anderes Motiv, um den Song in eine andere Richtung zu leiten.

00:00:00: Ja, aber auch ganz ...

00:00:00: weil Christian hat über dieselben Akkordfolgen, meine ich, auch gespielt.

00:00:00: Ich habe komplett andere sammlerische Struktur gemacht.

00:00:00: Wir wissen, Christian, über die Akkordfolge, also das ist ja A-Power-Kord, F-Power-Kord, D-Power-Kord, nur A-Molt gespielt hat quasi, habe ich halt über jeden A-Power-Kord, A-Dur gespielt und bin dann in Moll gewachsen.

00:00:00: Ich habe mir die Freiheit rausgenommen, dort auch die Tonalität zu verändern, und dadurch halt auch automatisch den Klang und den Sound zu verändern.

00:00:00: Genau, das ist ...

00:00:00: so Phrasen reingebracht, die eigentlich eher aus dem Jazz und Blues reinkommen, in einem Kontext von ...

00:00:00: Ja, aber das macht es ja interessant.

00:00:00: Ja, genau, genau.

00:00:00: Ähm ...

00:00:00: Nee, und das ist, wie du sagst, sehr, sehr wichtig, Kontrast zu haben, aber dafür brauchst du halt offene Ohren und erfahrene Ohren.

00:00:00: Und ich glaube ...

00:00:00: - Absolut.

00:00:00: Es ist auch etwas, was vielen am Anfang fehlt, ist das Zuhören während dem Spielen.

00:00:00: Ich glaube, gerade wenn du unerfahren bist, und du auch in der Improvisation bei dir auch ...

00:00:00: Klar.

00:00:00: - Man ist dann ja erst mal grad im Live-Bereich, ist man sehr auf sich konzentriert.

00:00:00: Weil ...

00:00:00: man hat Angst davor, es zu verkacken, man will ja auch irgendwie was Cooles machen.

00:00:00: Aber es ist so, so wichtig, die Ohren aufzumachen.

00:00:00: In allen Bereichen der Improvisation, sei es auch in der Begleitung, das merke ich immer wieder, wenn ich mit Leuten jamme, dass die keine Jammerfahrung haben, in ihrer Begleitung.

00:00:00: Ich hatte das Letztes mit einer Person, da habe ich mit der gejammt, und ich habe halt dann, währenddessen die Person solo gemacht hat, bin ich halt mal in einen anderen Akkord reingegangen.

00:00:00: Und habe mal ein bisschen was anderes reingebracht.

00:00:00: Und dachte mir, okay, die Person, mit der ich das jamme, die nimmt das vielleicht mit auf.

00:00:00: So, die checkt es dann auch in ihrem Rhythmus.

00:00:00: Was macht die Person, als ich dann im Solo anfange, ich komme aus demselben Part raus, den ich halt verändert habe, und sie geht wieder in ihren alten Rhythmuspartner.

00:00:00: Ich dachte, bleibt, da gehen wir noch die Veränderung mit.

00:00:00: Hör doch hin, was ich gerade getan habe.

00:00:00: Ich habe dann auch eine Veränderung, macht die Ohren auf.

00:00:00: Oder auch ein gutes Beispiel, ich habe mal mit einem Pianisten gejampt, der klassischer Pianist ist.

00:00:00: Aber der hat sich halt für Jazz angefangen, als Interessieren und für Improvisation.

00:00:00: Und in seinem Solo habe ich halt zum Beispiel in der Begleitung versucht, das Solo mit zu formen, mit zu gestalten.

00:00:00: Ich bin in seine Bewegung mitgegangen, all solche Sachen.

00:00:00: Er wiederum hat das absolut gar nicht gemacht.

00:00:00: Wenn ich ihn versucht habe, meinem Solo Spannung aufzubauen, hat er sein eigenes Ding gemacht.

00:00:00: Ich habe dann halt noch nach angesprochen, weil er hat es ja vor Freude zu haben gesagt, da musst du ein bisschen dran arbeiten, wenn du improvisieren willst.

00:00:00: Und er hat auch gemeint, ja, stimmt, du hast vollkommen recht, weil ich gar nicht auf dich gehört habe, weil ich das nicht gewohnt bin.

00:00:00: Während ich solide hatte, er in seinem Kopf hatte zugegeben gedacht, ich könnte noch den Akkord reinhauen.

00:00:00: Oder was ist denn mit dem Akkord, anstatt gar nicht mal hinzuhören, was ich da eigentlich tue?

00:00:00: Und das ist das als gar nicht gepostet, was er sich da gedacht hat.

00:00:00: Das ist dann auch so, wie Kommunikation dann.

00:00:00: Das ist so, als wenn er jetzt mit einem völlig anderen Thema kommt oder irgendwas aus dem FF da raus haut, was er ja gar nicht zu tun hat, nur mit der Sache.

00:00:00: Das sind glaube ich so Dinge, ja, den muss man arbeiten, definitiv.

00:00:00: Voll.

00:00:00: Also das ist das, finde ich, ganz wichtig.

00:00:00: Wenn ihr Jampten improvisiert, macht die Ohren auf.

00:00:00: Das kommt aber auch viel einfach durch vieles improvisieren und Jammen.

00:00:00: Also wenn man das gerne macht, dann würde ich auch jedem raten, sucht euch eine Band, sucht euch Leute, Musiker mit denen ihr spielen, improvisieren könnt.

00:00:00: Also nix ersetzt das, sage ich mal, kein Backingtrack oder keine App der Welt.

00:00:00: Er setzt die menschliche Kommunikation zwischen Musikern.

00:00:00: Und wenn ihr sagt, okay, ihr habt echt Bock, da mal ein bisschen mehr zu machen, sucht euch Menschen mit denen ihr das mal ganz so gleiche schon auch aus.

00:00:00: Wenn es einfach irgendwie ein anderer Gitarist ist, wenn ihr einen Freund habt, der auch Gitarist ist, trefft euch zu zweit Jampt mal ein bisschen und nimmt es mal auf.

00:00:00: Das kann so bereichernd sein.

00:00:00: Guckt ja nach mal so ein bisschen, hey, hey, hier könntest du das nächste Mal, das könnte mir vielleicht anders machen oder hier lassen lassen.

00:00:00: Weil die Erfahrung mit dem Ohren auf, das muss man auch erst mal sammeln.

00:00:00: Ja, und was man zum Beispiel auch sehr gut machen kann, ist, finde ich, irgendeine bestimmten guten Improvisationen zuhören, die man irgendwo gesehen hat oder gehört hat.

00:00:00: Stimmt.

00:00:00: Man muss es jetzt nicht immer alles transkribieren, aber dass man sagt, okay, was catcht mich denn da jetzt so?

00:00:00: Was macht das so besonders?

00:00:00: Aufbau vielleicht mal tatsächlich nicht mal zu notieren, sondern einfach nur gefühlt technisch.

00:00:00: Was passiert da jetzt?

00:00:00: Fängt da lang?

00:00:00: Sondern dann drückt das schneller an.

00:00:00: Ist das vielleicht irgendein Apagio?

00:00:00: Oder ist das eine bestimmte Rhythmik, die da stattfindet?

00:00:00: Das sind halt auch alles so Dinge.

00:00:00: Voll.

00:00:00: Hingehen und einfach mal auf so eine abstrakte Art und Weise zuhören, ohne dass man zu konkret ins Detail geht, sondern einfach, dass man generell einen Meta-Blick auf so eine Improvisation bekommt und dann schaut, okay, was passiert, was macht die Band da jetzt gerade?

00:00:00: Was macht der Musiker und so weiter?

00:00:00: Das ist das Guter-Tipp.

00:00:00: Guter-Tipp.

00:00:00: Gut finde ich auch wieder, was du am Anfang gesagt hast, darauf komme ich gerade, dass wir den ganzen Not erhalten und ein bisschen dem Rhythmus Zeit und Platz geben.

00:00:00: Weil eine andere, eine letzte Sache, die ich hier noch erwähnen möchte, die ganz viele machen, ist, dass man Angst vor den Pausen hat.

00:00:00: Man hat als Gitarist Angst vor dem Nichtspielen, vor dem Nichts.

00:00:00: Und ich kenne das selber auch, dass wenn ich improvisiere und ich lasse dann nur einen halben Tag Pause, dann denke ich mir, oh Gott, sehr langweilig.

00:00:00: Das will ja keiner hören.

00:00:00: Also zum einen muss man manchmal aufpassen, natürlich, wenn man einen halben Tag Pause hat, dass da nicht irgendwie die anderen Musiker direkt denken, man ist im Solo vorbei.

00:00:00: Und springt dann eine zu Hause rein.

00:00:00: Da macht man einmal eine Pause, dann kommt der andere direkt schon an.

00:00:00: Okay, ich betreibe.

00:00:00: Ja, genau.

00:00:00: Da geht’s direkt zur Sache.

00:00:00: Ja gut, aber das ist ja auch viel mit.

00:00:00: Das sind auch so Dinge, die kannst du nur im Proberaum oder was heißt im Proberaum.

00:00:00: Bei Jam Sessions lernen ist der Blickkontakt.

00:00:00: Blickkontakt, genau.

00:00:00: Das habe ich auch gemerkt mit dem Horst und so bei dir.

00:00:00: Wir hatten da zwischen uns auch Blickkontakt und gezeigt, du bist jetzt dran.

00:00:00: Ich bin jetzt dran.

00:00:00: Weil das macht es auch viel interessanter, weil ich sage mal manchmal spielt es ja und denkst, okay, eigentlich habe ich jetzt nicht mehr viel zu sagen oder es reicht.

00:00:00: Und dann guckst du den anderen an und der weiß Bescheid, der setzt ein.

00:00:00: Das muss nicht immer hier, du spielst acht Tag, du spielst 16.

00:00:00: Manchmal ist dieses spontane, weil es ist ja eh in uns drinnen.

00:00:00: Wir wissen, wie lange vier Tags sind, wie lange wir wissen, wie lange 16 Tags sind.

00:00:00: Aber manchmal denkst du halt, okay, ich möchte jetzt diese Idee mit ihm vielleicht teilen.

00:00:00: Oder ich möchte meine Idee jetzt noch ein bisschen ausführen.

00:00:00: Genau, exakt.

00:00:00: Ich möchte noch ein bisschen, ich würde ganz gerne noch vier oder acht Tags oder noch mal einen Durchlauf noch mal ran setzen, weil ich gerade was auf der Spur bin.

00:00:00: Und es hat auch natürlich auch sehr viel, gerade wenn es um reinem Provisation geht, auch Tagesform, ganz klar.

00:00:00: Und da noch mal noch eine Schüppe drauf, als wenn du jetzt Songs nachspielst.

00:00:00: Weil wenn du mental jetzt sage ich mal, es kann so oder so sein.

00:00:00: Manchmal kann es schlecht gehen.

00:00:00: Und du spielst viel besser in Anführungszeichen und umgekehrt.

00:00:00: Das kann man sehr abhängig.

00:00:00: Also würde ich bei mir behaupten, manchmal ist es aber auch nur, dass man selber denkt zu hören, diese sogenannte Wahrnehmung in dem Moment.

00:00:00: Ja, genau.

00:00:00: Klar.

00:00:00: Das ist immer der Trick, der Trickieste Faktor.

00:00:00: Das ist auch das Ding, woher diese Angst herkommt, okay mal Pausen zu machen, mal eine langsame Validie zu spielen.

00:00:00: Weil man immer denkt, man wird schnell langweilig sein.

00:00:00: Ist auch so ein Gitaristenproblem, habe ich das Gefühl.

00:00:00: Ja, das ist ein kürbisches Gitaristenproblem.

00:00:00: Aber Improvisieren generell, ach, das ist halt einfach super schön und hilft halt einfach total.

00:00:00: Ich habe es jetzt auch am Wochenende gemerkt, ich habe am Wochenende ein Kaffer-Gig gespielt.

00:00:00: Das war was Lokales, war was Kleines, war was Lustigsten.

00:00:00: Zu eurer von uns war da, liebe Grüße gehen raus.

00:00:00: Das habe ich sehr gefreut.

00:00:00: Nice.

00:00:00: Also jemand danach ankam und gesagt, oh ich will immer den Podcast, sehr cool.

00:00:00: Liebe Grüße.

00:00:00: Und da war das zum Beispiel so, dass die Coverstücke, die wir gespielt haben, da gab es vielleicht einen Song, wo ich gemerkt habe, okay, da macht es Sinn, das Solo relativ original nachzuspielen.

00:00:00: Bei allen anderen Songs fand ich die Soli generell nicht so gut, die die, also war am einem bei Arth, so death metal Sachen und metal Sachen.

00:00:00: Und dann habe ich mir gedacht, ah, da könnte man geilere Soli machen.

00:00:00: Und dann habe ich auch gesagt, ich nehme mir da jetzt die Freiheit raus, zu über zu improvisieren.

00:00:00: Und das war auch immer das Spaßigste für mich, wenn die Improvisationen kamen.

00:00:00: Aber das hilft natürlich auch, weil ich habe nicht viel Zeit, mich vorzubereiten, wie immer.

00:00:00: Warum haben wir die Leute gedacht, also warum habe ich die auch nicht einfach ein bisschen früher Bescheid geben können?

00:00:00: Ja, hör mal, du machst ja selber Schuld, wenn du die Dreamtäter Sachen nach 24 Stunden oder noch weniger raushaust, erwarten wir das natürlich sofort.

00:00:00: Sechs Stunden, persönliche Bestleistung, die letzte Mal.

00:00:00: Ne, aber genau, jetzt hat Freud von mir auch schon mal gesagt, ist die, du hast dir dieses Grab selbst geschaut, also mehr kann ich rum, mache ich auch nicht.

00:00:00: Aber das hilft dann natürlich total, weil ich dann weiß, okay, ich muss mir den keinen Stress bezüglich der Soli machen, sondern ich kann da einfach improvisieren und dadurch, dass ich weiß, dass ich einigermaßen improvisieren kann.

00:00:00: Wie gesagt, hilft mir das ja auch total, dann irgendwie da frei auf der Bühne mein Ding runter zu roppen.

00:00:00: Absolut.

00:00:00: Gut, das ist so etwas wichtiges, was wir zum Thema Improvisationen sagen.

00:00:00: Da können wir bestimmt noch 27 Folgen drüber machen, aber ich glaube für heute, das ist erst mal, denke ich, genug Input auch.

00:00:00: Lass uns mal kurz zusammenfassen, einfach nur so die Grundtiteils, die wir jetzt gesagt haben.

00:00:00: Wir haben darüber gesprochen, dass es wichtig ist, Kontrolle über das Timing zu haben.

00:00:00: Und da ist zufahre, wir haben uns mal viel geraten, dass man mal ganz zu noten spielt, darauf achtet, dass wir wirklich ganz zu noten spielen oder halben, dass man die Subdivision durchgeht.

00:00:00: Ich will noch dazu hinzufügen, was ich gerne gemacht habe, war mal ganz bewusst den Wechsel zwischen Achtel, Trionen und Achteln zu trainieren, zum Beispiel, weil da schmeißt gerne einen raus.

00:00:00: Gibt es auch natürlich 1000 Übungen von, es gibt diese eine ganz berühmte vom Tron Quail, wo er in der Skala durchgeht.

00:00:00: Jedes Mal, wenn er in den Takt vorbei ist, ganz egal wo er gerade in der Skala ist, wechselt er die Subdivision.

00:00:00: Es gibt die berühmte von Victor Wooten, einem Schlachtzeug, was Pausen hat, ganz lange und man versucht dann dennoch das Timing weiterzuhalten.

00:00:00: Also gibt es online so viele Übungen, ich glaube, wir haben bestimmt auch schon mal darüber gesprochen.

00:00:00: Wir haben über Motivik geredet, dass es wichtig ist, Motive weiterzubauen, auszubauen.

00:00:00: Wir haben darüber gesprochen, auch mal zu stoppen, wenn man eine Improvisation übt und mal anzuschauen, was habe ich jetzt hier gerade gemacht?

00:00:00: Die Kommunikation zwischen Mitmusikern, der Aufbau, die Sache mit dem Grafen, hatten wir mal einfach gesprochen.

00:00:00: Ja, und das sind ja schon mal einige Tipps, die ihr auf alle Fälle eure Improvisation aufs nächste Level bringen könnt.

00:00:00: Unbedingt aufnehmen, reflektieren, überlegen, was könnte man besser machen und das dann einfach noch mal probieren.

00:00:00: Und weggehen von diesem Gedanken, ja, das ist jetzt der Moment und entweder klappt es oder klappt es nicht.

00:00:00: Und Gottes Willen.

00:00:00: Ja, auch der Bühne, ja, wie du gesagt hast, Tagesform abhängig, das spielt den Einfluss, aber man kann das auch bis zum gewissen Grad einfach wirklich...

00:00:00: Ich wollte gerade sagen, irgendwann hat man ja so einen gewissen Standard, den kann man halten und alles andere ist dann halt Self-awareness.

00:00:00: Genau, genau, genau.

00:00:00: Also es ist jetzt bei uns beiden, würde ich mal sagen, zum Beispiel, nicht mehr so, dass an einem Tag wir die AMOLTO-Leiter können und am nächsten Tag können wir nicht mehr.

00:00:00: Nein, natürlich nicht.

00:00:00: Das ist so bei uns drin, dass wir immer wissen, wo die AMOLTO-Leiter ist, dass gewisse technische Sachen, motorische Sachen immer funktionieren.

00:00:00: Das sind halt einfach, weil wir die Basics genauso trainiert haben, genauso geübt haben.

00:00:00: Ja, sehr cool, Fabian.

00:00:00: Sehr nice.

00:00:00: Das würde ich sagen, lassen wir unsere Zuhörer mit diesen Übungen, dass sie, wenn sie gerade beim Autofahren sind oder putzen sind und nach Hause...

00:00:00: Schickt uns eure Improvisation jetzt.

00:00:00: Ja, dass sie direkt mal ein bisschen Improvisation üben können.

00:00:00: Das macht nämlich sehr viel Spaß.

00:00:00: Und ja, ansonsten gibt es irgendetwas ganz Bestimmtes, was du empfehlen würdest, irgendwie ein YouTube-Kanal, bezüglich Improvisation, was du empfehlen würdest.

00:00:00: Das ist auch eine schwierige Frage, jetzt gerade noch ein bisschen drüber.

00:00:00: Es gibt so viele gute Sachen.

00:00:00: Was ich zum Beispiel sehr gut fand, ist, um so ein bisschen aktueller zu halten.

00:00:00: Von Gaffrey Govender war auf irgendeinem Gitarcamp und da gibt es so ein Video, das hat so fünf, sechs verschiedene Kapitel.

00:00:00: Und er erzählt jede Menge über Improvisation und jemanden, der da rangeht.

00:00:00: Das kennst du bestimmt, der sitzt an der Sonneflie, da ist so ein Vogel immer vorbei und trinkt das einen Kaffee, den er nicht mag.

00:00:00: Ist aber ganz geil.

00:00:00: Irgendwann eine Klinik ist das.

00:00:00: Ja, also generell stimmt, ich glaube, das können wir zusammenfassen.

00:00:00: Gaffrey Govender hat extrem viele Tipps, was Improvisationen gibt.

00:00:00: Scott Henderson natürlich.

00:00:00: Martin auch.

00:00:00: Er hört euch die Folge mal Martin an.

00:00:00: Also da gibt es in dem Bereich auf YouTube ganz viel sehr, sehr tollen Kram, den man lernen und sammeln kann.

00:00:00: Ja, auf alle Fälle.

00:00:00: Gut, damit ich sagen darf, wir bedanken uns bei euch zu, heran, der draußen fürs Wieder einschalten.

00:00:00: Wir bedanken natürlich auch für jeden, der auf Spotify oder iTunes vorbeischaut und uns vom Standarding begibt.

00:00:00: Einen lieben, netten Kommentar hinterlasst.

00:00:00: Wir wünschen euch ganz, ganz viel Spaß beim Üben und wir hören uns in der nächsten Folge.

00:00:00: Auf Wiederhören.

00:00:00: Bis dann, tschüss.

00:00:00: Ciao, ciao.

Über diesen Podcast

Willkommen in den heiligen Hallen der Podcastschmiederei! Bei Let’s Talk Guitar sprechen wir über alles, was das Gitarristenherz höher schlagen lässt – von Saiten und Sound bis hin zu spannenden Einblicken hinter die Kulissen der Gitarrenwelt. Egal, ob du Anfänger bist oder seit Jahren spielst, hier findest du inspirierende Geschichten, wertvolle Tipps und alles, was die wunderbare Welt der Gitarre zu bieten hat.

von und mit Fabian Ratsak, Justin Hombach, Robin Willig

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